Von Galéria nach Porto
Atemberaubende Panoramastraße entlang der korsischen Westküste
Eine atemberaubende Panoramastraße führt die korsische Westküste entlang von Galéria zum Golfe de Porto  - in sicherem Abstand zur Küste. Sie bietet unterwegs tolle Ausblicke auf die Buchten von Girolata, die wuchtigen roten Porphyrfelsen des Capo Senino, die Punta Scandola und eine schöne Fernsicht auf den Golf von Porto und die angrenzenden Calanches von Piana
Ausgangspunkt ist für Reisende aus dem Norden das Fango-Tal. Der Fango-Fluss, der bei Galéria ins Meer fließt, ist mit seinen zahllosen Naturbassins eine tolle Alternative zum Baden am Strand. Er führt die meiste Zeit des Jahres Wasser und ist nur im Sommer und Herbst unter einer dichten Schicht Flusskiesel verborgen. 
Von der Talsohle aus schlängelt sich die enge, aber gut ausgebaute route départementale D 81 in windigen Kurven und engen Spitzkehren Richtung Porto
Eingerahmt wird die Panoramastrecke von saftigen Hügeln, tiefen Tälern und ganzjährig grüner Maquis. Ständiger Begleiter ist das stahlblaue Meer im Westen und nicht selten versperren einzelne Ziegen den Weg und Wanderfalken ziehen ihre Kreise über der einsamen Landschaft. Unterwegs gibt es nur zwei kleine Ortschaften: Partinello und Osani, ansonsten Natur und Einsamkeit pur!
An mehreren Pässen erlebt man immer neue Eindrücke. Wer von Norden kommt und die kurvenreiche Straße durch hochgewachsene Maquis aus Erdbeerbäumen, Mastixbüschen und einzelnen Steineichen erklimmt, staunt spätestens an der auf 400 Metern über dem Meer gelegenen Passhöhe von Palmarella: Hier hat man einen bombastischen Weitblick auf den Golfe de Girolata. Links das Capo Senino, rechterhand die rostrot leuchtende Punta Scandola-Halbinsel, dazwischen das in der geschützten Bucht meist spiegelglatte Meer. 
Der Col de La Croix ist nicht nur als Ausgangspunkt für die Girolata-Wanderung bekannt: Er ist auch ein toller Aussichtspunkt über die grünen Hügel der Westküste und mit dem Golfe de Porto in der Ferne. In unendlich vielen Kurven, engen Wendekehren und entlang an steilen Hängen führt die Straße schließlich herum um die breite Bucht von Bussaglia nach Porto
Die kurvenreiche Strecke ist die einzige Direktverbindung von Calvi nach Ajaccio – dennoch sind auf der Strecke vor allem Urlauber, Motorradfahrer, Radler und Urlauberbusse unterwegs, denn wer schnell von Nord nach Süd will, nimmt lieber den Umweg über Zentralkorsika in Kauf. Für eine Fahrt von Galéria nach Porto oder umgekehrt sollte man zumindest einen halben Tag einplanen. Unterwegs gibt es einige Stichstraßen, die zu den Kiesstränden von Bussaglia, Gradelle und Caspiu führen. Wer etwas Zeit hat, für den lohnt sie 3/4 stündige Wanderung zum Plage de Tuara, der über einen alten Maultierpfad vom Col de la Croix in etwa 45 Minuten zu erreichen ist und auf halbem Weg nach Girolata liegt.
 
Andrea Behrmann
Die Felslandschaft Calanches de Piana im Süden von Porto
Les Calanches de Piana
Landschaftlich eine wahre Größe
Das ehemalige Fischerdorf hat keine Zufahrtsstraße und ist nur über dem Seeweg oder zu Fuß erreichbar.
Girolata
Das ehemalige Fischerdorf ist nur zu Fuß oder Boot zu erreichen
Das eigenweillige Dorf Cargèse, nördlich des Golfs von Sagone gelegen, hat seine ganz eigene Geschichte.
Cargèse
Beliebter Ferienort mit griechisch-orthodoxer Tradition
Hoch über dem Golfe de Porto gelegen liegt das kleine Bergdorf Piana.
Piana
Einzigartige Lage hoch über dem Golfe de Porto
Die Felslandschaft Calanches de Piana im Süden von Porto
Les Calanches de Piana
Landschaftlich eine wahre Größe
Spelunca-Schlucht, Evisa und Foret d'Aïtone
Tiefe Schluchten, dichte Schwarzkiefernforste und ein kleines Bergdorf
Col de Vergio
Der höchste Pass Korsikas