Lagunensee Étang de Diane
Austernzucht hat bei Aleria seit der Antike Tradition
Étang de Diana heißt ein Lagunensee nördlich von Aléria, der wesentlich zur Bedeutung der Stadt beigetragen hat. Der Bracksee galt einst als der beste natürliche Hafen der Küste. Heute wird der Teich von drei privaten Fischereigenossenschaften bewirtschaftet, die hier eine lange Tradition pflegen: Die Fisch- und Austernzucht. Dank der guten Wasserqualität bringt der Étang de Diane exquisite Fische und Krustentiere auf den Tisch. Probieren kann man die Meeresfrüchte zum Beispiel im schwimmenden Restaurant "Coquillages de Diana", das man über eine schmale Zufahrt von der Route Nationale 198 aus erreicht.
Bereits in der Antike wurden Austern aus dem Étang de Diana nach Rom versandt. Die Weichtiere wurden ausgenommen und ihr Fleisch in Amphoren in Salz eingelegt. Die Schalen wurden zurück in den See geworfen und bildeten mit der Zeit kleine Inseln inmitten der Lagune, so etwa die Fischerinsel (Ilot des Pêcheurs). 
Wo viele Krustentiere leben, sind natürlich auch Vögel nicht weit. In dem Sumpfgebiet zwischen dem Étang und verschiedenen Flusszuläufen kann man wunderbar wandern und dabei Kormorane oder Pfeifenten beobachten. Die Wege entlang der steilen Teichufer und des Strandes sind ideal zum Spazieren gehen und Mountain-Biking. Ein ausgedehnter Rundweg führt zum Beispiel zum Wachturm Tour de Diane aus der Zeit der Genueser an der Mündung des Étang. Bei klarer Sicht geht der Blick von den Uferhügeln bis zu den Inseln Elba und Monte Cristo des Toskana-Archipels.
 
Timo Lutz
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