Punta di la Revellata
Naturparadies mit tollen Ausblicken und einsamen Buchten vor den Toren Calvis
Die Punta di la Revellata, nur fünf Kilometer von der Hafenstadt Calvi entfernt, ist eine schmale Landzunge aus rotem Granitstein. Die einsame Halbinsel mit zahlreichen Einschnitten und einigen wenigen kleinen Sandstränden besticht mit einer unberührten Natur. Sie ist umspült vom türkisgrünen Meer und bietet tolle Ausblicke auf die Nordwestküste Korsikas, die wuchtige Bastion von Calvi und die Berge der Balagne
Die karge Vegetation der Halbinsel, auf der sich Wildpistazien, Baumheide, Strohblumen und Rosmarinbüsche in den staubigen Boden und die rauen Felsen krallen, verströmt ihren betörenden Duft über das Kap. In der Abenddämmerung ist die Revellata besonders romantisch: Dann leuchten die Felsen der Halbinsel in einer Pracht aus tausend Rot- und Erdtönen. 
Nur wenige wagen sich mit dem Fahrzeug über die holprigen, steilen Staubpisten von Revallata. So bleiben große Teile des etwa vier Kilometer langen Kaps Offroadern, Wanderern und Mountainbikern vorbehalten. Sie teilen sich die wenigen Wege, Trampelpfade und Stichstraßen, die kreuz und quer über Hügel, entlang von Bergkuppen, in Buchten und kleine Täler führen. 
Auf der Westseite der Landzunge gibt es einige nur vom Meer her zugängliche Fjorde. Auch die auf Meereshöhe gelegene Seehunds-Höhle "Grotte des Veaux Marins" kann man nur über den Seeweg erreichen. Die etwa 200 Meter tiefe Felsenhöhle war noch bis in die 1970-er Jahre von der seltenen Mittelmeer-Mönchsrobbe bewohnt und wird heute von Ausflugsbooten ab Calvi angesteuert. 
Am zackigen Ostufer der Halbinsel, an dessen Küstenlinie sich ein kleiner Trampelpfad bis zur Spitze des Kaps schlängelt, gibt es nur wenige Sandbuchten, aber jede Menge einsame felsige Badeplätze. Ausnahme: Die größte Sandbucht der Halbinsel ist der Plage de Revellata, an dem eine kleine Bar mit Restaurant Badegäste und Urlauber mit dem Nötigsten versorgt. Die Bucht ist über einen steilen Trampelpfad auch von der Hauptstraße aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Ansonsten gibt es auf Revellata nur einige wenige private Anwesen, eine Meeresforschungsstation und den Leuchtturm, der seit 1844 bei der Umschiffung des vor allem in den Wintermonaten wegen seiner unberechenbaren Westwinde und Wasserströmungen berüchtigten Kaps den Weg weist. Der etwa 100 Meter über dem Meer gelegene Phare de la Revellata steht seit 2001 als Patrimoine de France unter Denkmalschutz und schickt Nacht für Nacht seinen Lichtkreis in den Golf von Calvi
Die Halbinsel, die sich von der Küstenlinie weit ab Richtung Nordwesten streckt, ist übrigens Korsikas nächster Punkt zum französischen Festland: Nur 160 Kilometer Meer trennen die Punta vom Cap Martin an der Côte d’Azur.
 
Timo Lutz
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