Von Aléria nach Ghisoni
Nach Ghisoni über die Schluchten von Défilé d’Inzecca und Défilé des Strette
Wer von Aléria oder Ghisonaccia nach Ghisoni fährt, den führen zunächst schnurgerade Straßen durch scheinbar endlose Weinberge und Getreidefelder, bevor es kurz hinter Staint Antoine steil den Berg hinauf geht. 
Hier erklimmt die kleine Landstraße eine enge Schlucht: Eine ideale Stelle für die Errichtung einer Staustufe, die der französische Elektrokonzern EdF hier Ende der 1980-er Jahre in den Fluß Fiumorbo gestellt hat. Über ein Fallrohr, dass 125 Meter in die Tiefe stürzt, werden zwei Turbinen angetrieben, die 2 mal zwanzig Megawatt Strom erzeugen. Außerdem dient das aufgestaute Wasser des Fiumorbu der Bewässerung der fruchtbaren Felder der Plaine Orientale. 
Nachdem man die Staustufe hinter sich gelassen hat, führt die schmale Straße in ein unberührtes Tal: Die Défilé d’Inzecca. Hier hat sich der Fluß Fiumorbo besonders tief in den Fels gegraben – kein Wunder, denn geologisch ist die Gegend von Ghisoni und Inzecca auf zwei unterschiedlichen tektonischen Platten angeordnet und weist deswegen vertikale Verschiebungen auf. 
Durch enge Zacken und zahlreiche Auswaschungen, über in Millionen von Jahren durch den stetigen Wasserfluss rundgeschliffene Felsen und durch kleine Wasserbecken kämpft sich der Fluß Fiumurbio hier ins Tal. Der Blick tief hinein in die enge Schlucht ist spektakulär: Am Ende des Canyons leuchtet am Horizont das stahlblaue Meer. 
Wer mit dem Wagen unterwegs ist, sollte allerdings achtsam sein: Der Ausblick in die Inzecca-Schlucht bleibt bis auf den Ausblick von wenigen Haltebuchten aus dem Beifahrer vorbehalten. Denn auf dem knapp 80 Meter über der Schlucht in den Fels gesprengten Fahrweg kann es bei Gegenverkehr mächtig eng werden. 
Zum Ende der Schlucht hin wird der Canyon wieder breiter, die zweite Staustufe des Chut de Sampaolo hält hier den Fiumorbo erneut auf. Dieser Teil der Schlucht nennt sich Défilé des Strette – und das Landschaftsbild ändert sich schlagartig. Hohe Schwarzkiefern strecken ihre langen Äste über den Fluss und immergrüne Arbousier säumen das Flussbett, an dem die Spuren der Wasserbewirtschaftung nicht spurlos vorübergegangen sind.
 
Timo Lutz
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