Jean Renard: Der Kopf des Korsen
Ein prickelnder Krimi, für alle die es spannungsgeladen mögen
Der Kopf des Korsen: Insel-Krimi von Jean Renard
Archiv korsika.fr
Jean Renard: Der Kopf des Korsen, Emons Verlag GmbH, Köln, Juli 2015. 
 
Jacques Andreotti wohnt seit zwei Tagen in einem erbärmlichen Loch – einem sicheren Ort und gut bewacht. Der Pariser Pate Guido de Francesco hat ein gigantisches Kopfgeld auf den Polizisten ausgelobt. Aber nicht nur hinter Andreotti ist er her. Die mächtige Organisation des Paten ist auch seinem Kollegen Andrea Lefèvre auf der Spur.
 
Die Wege der Polizisten kreuzten sich, als Andreotti dem einzigen Sohn des Paten die Gurgel durchschnitt, Lefèvre als V-Mann auffliegen ließ und damit verbrannte. Der Chef der Pariser Polizei versucht mit besten Kräften nach einer tragfähigen Lösung zu suchen und ordnet die Versetzung der Gejagten nach Korsika an. 
 
Auf der Île de Beauté geraten die ungleichen Ermittler zwischen die Fronten rivalisierender Familien-Clans. Auch eine in schwarzes Leder gekleidete Bikergruppe und ein deutscher Polizeihauptmeister spielen eine Rolle sowie ein sadistisches, blondes Zwillingspaar.
 
Es steckt sehr viel im ersten Krimi von Jean Renard, alias Hans Fuchs, nicht zuletzt seelisches Leid und eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung. 
 
Auch wenn man bei den vielen Personen im Krimi manchmal den Überblick verliert, schafft der Autor es die Spannung und Unterhaltung über 479 Seiten aufrechtzuerhalten.

Doch es sind nicht nur die Figuren, die diesen Krimi besonders machen. Es ist auch das wahre und wunderschöne Korsika, um das der Autor seinen Krimi strickt. Den Reiz der französischen Mittelmeerinsel paart er mit der Ironie vertrauter Klischees.
 
Eine prickelnde, geistreiche Lektüre, für alle die es gerne spannungsgeladen mögen!
 
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