Figari - Sentier Littoral
Wilde Tiere am Küstenweg
Die schönsten Küsten- und BergwanderungenWas immer man sieht in den Steingestalten am Weg: ein Mammut, ein schlafendes Schaf oder richtig wilde Gesellen – spannend und abwechslungsreich ist dieser Küstenweg allemal. Weit geschwungene Sandbuchten, ein Strandsee, Wind- und Kitesurfer, die von den meist guten Windverhältnissen in der tief in die Küste geschnittenen Bucht angelockt werden und weiter hinten die für diese Region typischen zerfressenen Stein­blöcke, die immer wieder faszinierende Formen hervorbringen.

Anfahrt: Von der Küstenstraße N196 zweigt ca. 3 km südlich von Pianotolli (in Richtung Bonifacio) eine Stich­straße nach Figari und zu einer Bar ab. Wenig später geht es links weg zum »Port de Figari«. Wir lassen das Auto am großen Parkplatz am Hafen (für Wohnmobile verboten!) bei GPS N 41°28‘23“, E 9°04‘38“

Anforderungen und Charakter: Ebener Küstenweg, der mehrere seich­te Sand-Kies-Buchten durchquert. Bis kurz vor die Saline Sottane auch als Barfuß-Strandwanderung mit den Fü­ßen im Wasser möglich! Kein Schat­ten. Auch gut geeignet für Vor- und Nach­saison oder kühlere Tage, wenn keine Badegäste am Strand sind.
Highlights: schöne Sandbuchten und steinerne Fabeltiere, tolle Plätze für ein Picknick. Kletterfelsen. An warmen Tagen Bade­sachen nicht vergessen.

Diese Tour stammt aus dem Familienwanderführer »Korsika mit Kindern« von Stefanie Holtkamp, erschienen im Naturzeit Reiseverlag.

Strecke: 8 km, fast eben
Gehzeit: 3 h
Mit Kindern ab 6 Jahren

Wanderung: In der ersten Sandbucht im Hafen weist ein kleines gelbes Schild auf den Sentier Littoral hin, der streckenweise direkt am Strand oder auch hinter den Buchten zwischen niedrigen Holzzäunen verläuft, die die Küstenvegetation schützen. Eine Sandbucht nach der anderen reiht sich im Verlauf der Küste. In der dritten Bucht steht die Hütte einer Surfschule und beim passenden Wind kann man den Kitesurfern bei akrobatischen »fliegenden Wendungen« zusehen, während die Windsurfer am auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht gelegenen Turm von Caldarello vorbeiflitzen. Noch eine Bucht weiter liegt der Strandsee der Saline Sottane hinter dem Sandband. Ab hier wird die Küste rauer. Das Ufer ist steinig und die Sandbuchten, die sich in die Küstenlinie schmiegen, sind kleiner und mit Strandgut verziert. Der Weg wird breiter, führt durch ein Steintor in einem Mäuerchen und von hier aus ca. 30 min eben und gerade bis zur Punta Molla, an der besonders viele Steinfiguren die Küste zieren. Der Küstenweg setzt sich fort bis in die Bucht von Ventilegne, wir drehen hier um und laufen zurück.

Wer einen Rundweg vorzieht, orientiert sich vor der Saline Sottane in Richtung Fontaine de Bruno. Die Quelle sprudelt ein Stück im Inneren der Halbinsel und ist eher unspektakulär. Schön zu laufen ist der anschließende tunnelartige Pfad durch die Macchia, der stellenweise an einen Weg im Irrgarten erinnert, durch so viele Wendungen führt einen die Wegmarkierung. Leider endet er viel zu schnell – auf einem geschotterten Fahr­weg. Wir folgen der Piste rechts und erreichen nach gut 10 min eine Kreu­zung. Hier geht es links unter der Höhen­­schranke hindurch zu einem Park­platz. Ganz hinten im Wendekreis beginnen zwei Pfade zur Küste. Wir wählen den rechten und stehen wenig später am Strand der zweiten Bucht.

Mit jüngeren Kindern können Sie diese Tour in einen außerordentlich attraktiven Strandspaziergang umwandeln. Mit immer neuen Blickwinkeln auf die tief eingeschnittene Bucht laufen Sie von einem schön geschwungenen Sandstreifen zum nächsten so lange Sie Lust dazu haben und kehren auf dem gleichen Weg zurück.
 
Alle Texte u. Bilder: Stefanie Holtkamp - Naturzeit Reiseverlag
Die Bucht ist einer der beliebtesten Spots auf Sardinien. Hier schlägt das Herz der Kitesurfer und Windsurfer höher
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