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Der in diese politischen Wirren zwischen dem nach Unabhängigkeit strebendem Korsika, dem absolutistischen Frankreich und dem instabilen Italien hineingeborene Korse war aus der Sicht der korsischen Unabhängigkeitsbewegung eher ein Fluch als ein Segen für seine Heimat. Schon sein Vater, Carlo di Buonaparte, war Sekretär von Pasquale Paoli und kämpfte zunächst Seite an Seite mit dem korsischen Unabhängigkeitskämpfer für die Eigenständigkeit der Mittelmeerinsel, schlug sich aber später auf die Seite Frankreichs und trat fortan für die Interessen Korsikas in Frankreich ein. \nSein Sohn Napoleon Bonaparte, der erst in der Schule Französisch lernte, wurde zu einem zunächst sehr erfolgreichen Feldherren mit steiler Karriere und wollte in 15 Jahren seiner Macht als Konsul und Kaiser Frankreichs von seiner Heimatinsel angeblich nichts wissen. Unter Napoleon wurde Korsika den nationalistischen Interessen der Grande Nation untergeordnet und mit eiserner Faust in den französischen Zentralstaat einverleibt. Trotzdem hat der berühmteste Sohn der Insel Korsika weltbekannt gemacht und die Korsen fühlen sich in einer patriotischen Hassliebe noch noch heute mit ihm tief verbunden.\nIm Maison Bonaparte erinnert heute kaum noch etwas an das adlige Stadthaus, wie es der junge Napoleon kannte. Da seine Familie das Haus 1793 verlassen musste und das Gebäude stark verwüstet wurde, stammen die Salons, edlen Tapeten, herrschaftlichen Möbel und Kammern vor allem aus der Zeit nach 1797, als das Haus an die Mutter Napoleons zurückgegeben wurde. So stammt auch die Einrichtung des angeblichen Geburtszimmers des späteren Kaisers aus der Zeit um 1800. Trotzdem ist der Raum noch heute ein Wallfahrtsort für Bonapartisten und Anhänger des großen Franzosen. Napoleon-Fans suchten schon kurz nach seinem Tod das kleine Herrenhaus in Ajaccio auf, um Reliquien zu sammeln. Die Sammlung „Du fétichisme au musée“ zeigt weit über hundert Jahre alte Souvenirs wie Tapetenreste aus dem angeblichen Geburtszimmer, Locken des französischen Kaisers und getrocknete Blumen, die angeblich auf seinem Grab lagen – diese wurden fein säuberlich in Bilderrahmen, Medallions und Glasbehälter eingearbeitet und als Andenken an Besucher verkauft. Neben einer Medalliensammlung, Totenmasken Napoleons sowie Repliken seiner goldenen Konsulkrone werden in den übrigen Räumen des Maison Bonaparte anhand einer großen Landkarte aus dem Jahr 1740 die Regionen und Städte Korsikas im 18. Jahrhundert illustriert. \nIn den Gewölben des Untergeschosses, das erst 1860 von der Familie Bonaparte hinzugekauft wurde, sind landwirtschaftliche Geräte und eine Olivenpresse aus einem Landgut der Familie Bonaparte zu sehen. Das Geburtshaus von Napoleon war bis 1923 im Besitz der Familie Bonaparte und wurde 1967 zum Museum in seiner heutigen Form hergerichtet und ist heute Teil der französischen Napoleon-Museen Musées Nationaux Napoleoniens. \n\n\n\n\n\nTäglich außer Montag geöffnet. \nVom 1. Oktober bis 31 März: 10.30 bis 12.30 Uhr und 13.15 bis 16.30 Uhr, letzter Einlass immer 30 Min. früher.\nVom 1. April bis 30. September: 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.15 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass immer 30 Min. früher.\n \nWeitere Informationen und Kontakt:\nMusée national de la maison Bonaparte\nRue Saint Charles, 20000 Ajaccio\nTel: +33 (0)4 95 21 43 89\nWeb: www.musees-nationaux-malmaison.fr\n\n\n\n\n\n&nbsp;\n\n\t\t\n    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n                    \n                    \n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n\n                \n                \n\n\n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\t\t\t\tSehensw&uuml;rdigkeiten\n\t\t\t\n\n\n    \n  \n\n    Îles Sanguinaires\n  \n\n\nromantisches Ausflugsziel westlich von Ajaccio\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Palais Fesch Musée des beaux-arts in Ajaccio\n  \n\nDas größte Kunstmuseum auf Korsika\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Stadtrundfahrt mit dem Minizug Le Petit Train in Ajaccio\n  \n\nErkundung der historischen Altstadt von Ajaccio \n\n\n\n\n    \n  \n\n    Bootsausflug von Ajaccio auf die Îles Sanguinaires\n  \n\nDas Naturparadies hautnah erleben \n\n\n\n\n\t\t\t\t\tmehr lesen \n\t\t\t\t\n\n\n    \n \n\n    \n  \n\n    \n\n\n      \n\n      \n\n    \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Restaurant U Paradisu\nPorticcio\nWestküste\nab 120 Euro pro Tag \n\n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nVilla Sylvie\nPorticcio\nWestküste\nab 329 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Castel d'Orcino\nCalcatoggio\nWestküste\nab 150 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nApartment Hameau du Soleil\nPorticcio\nWestküste\nab 64 Euro pro Tag","paragraphs":["In einem unscheinbaren Haus in der Rue St-Charles im Herzen der Altstadt von Ajaccio wurde ein Mann geboren, der die Geschichte der Neuzeit in Europa als erster Kaiser Frankreichs mächtig durcheinandergewirbelt hat. \nAls Napoleone di Buonaparte erblickte der Sohn einer aus der Toskana stammenden korsischen Adelsfamilie 1769 das Licht der Welt, als seine Heimatinsel gerade ein Jahr zuvor nach einem langen Unabhängigkeitskrieg von Genua an Frankreich verkauft worden war. Der in diese politischen Wirren zwischen dem nach Unabhängigkeit strebendem Korsika, dem absolutistischen Frankreich und dem instabilen Italien hineingeborene Korse war aus der Sicht der korsischen Unabhängigkeitsbewegung eher ein Fluch als ein Segen für seine Heimat. Schon sein Vater, Carlo di Buonaparte, war Sekretär von Pasquale Paoli und kämpfte zunächst Seite an Seite mit dem korsischen Unabhängigkeitskämpfer für die Eigenständigkeit der Mittelmeerinsel, schlug sich aber später auf die Seite Frankreichs und trat fortan für die Interessen Korsikas in Frankreich ein. \nSein Sohn Napoleon Bonaparte, der erst in der Schule Französisch lernte, wurde zu einem zunächst sehr erfolgreichen Feldherren mit steiler Karriere und wollte in 15 Jahren seiner Macht als Konsul und Kaiser Frankreichs von seiner Heimatinsel angeblich nichts wissen. Unter Napoleon wurde Korsika den nationalistischen Interessen der Grande Nation untergeordnet und mit eiserner Faust in den französischen Zentralstaat einverleibt. Trotzdem hat der berühmteste Sohn der Insel Korsika weltbekannt gemacht und die Korsen fühlen sich in einer patriotischen Hassliebe noch noch heute mit ihm tief verbunden.\nIm Maison Bonaparte erinnert heute kaum noch etwas an das adlige Stadthaus, wie es der junge Napoleon kannte. Da seine Familie das Haus 1793 verlassen musste und das Gebäude stark verwüstet wurde, stammen die Salons, edlen Tapeten, herrschaftlichen Möbel und Kammern vor allem aus der Zeit nach 1797, als das Haus an die Mutter Napoleons zurückgegeben wurde. So stammt auch die Einrichtung des angeblichen Geburtszimmers des späteren Kaisers aus der Zeit um 1800. Trotzdem ist der Raum noch heute ein Wallfahrtsort für Bonapartisten und Anhänger des großen Franzosen. Napoleon-Fans suchten schon kurz nach seinem Tod das kleine Herrenhaus in Ajaccio auf, um Reliquien zu sammeln. Die Sammlung „Du fétichisme au musée“ zeigt weit über hundert Jahre alte Souvenirs wie Tapetenreste aus dem angeblichen Geburtszimmer, Locken des französischen Kaisers und getrocknete Blumen, die angeblich auf seinem Grab lagen – diese wurden fein säuberlich in Bilderrahmen, Medallions und Glasbehälter eingearbeitet und als Andenken an Besucher verkauft. Neben einer Medalliensammlung, Totenmasken Napoleons sowie Repliken seiner goldenen Konsulkrone werden in den übrigen Räumen des Maison Bonaparte anhand einer großen Landkarte aus dem Jahr 1740 die Regionen und Städte Korsikas im 18. Jahrhundert illustriert. \nIn den Gewölben des Untergeschosses, das erst 1860 von der Familie Bonaparte hinzugekauft wurde, sind landwirtschaftliche Geräte und eine Olivenpresse aus einem Landgut der Familie Bonaparte zu sehen. Das Geburtshaus von Napoleon war bis 1923 im Besitz der Familie Bonaparte und wurde 1967 zum Museum in seiner heutigen Form hergerichtet und ist heute Teil der französischen Napoleon-Museen Musées Nationaux Napoleoniens. ","Täglich außer Montag geöffnet. \nVom 1. Oktober bis 31 März: 10.30 bis 12.30 Uhr und 13.15 bis 16.30 Uhr, letzter Einlass immer 30 Min. früher.\nVom 1. April bis 30. 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Der in diese politischen Wirren zwischen dem nach Unabhängigkeit strebendem Korsika, dem absolutistischen Frankreich und dem instabilen Italien hineingeborene Korse war aus der Sicht der korsischen Unabhängigkeitsbewegung eher ein Fluch als ein Segen für seine Heimat. Schon sein Vater, Carlo di Buonaparte, war Sekretär von Pasquale Paoli und kämpfte zunächst Seite an Seite mit dem korsischen Unabhängigkeitskämpfer für die Eigenständigkeit der Mittelmeerinsel, schlug sich aber später auf die Seite Frankreichs und trat fortan für die Interessen Korsikas in Frankreich ein. \nSein Sohn Napoleon Bonaparte, der erst in der Schule Französisch lernte, wurde zu einem zunächst sehr erfolgreichen Feldherren mit steiler Karriere und wollte in 15 Jahren seiner Macht als Konsul und Kaiser Frankreichs von seiner Heimatinsel angeblich nichts wissen. Unter Napoleon wurde Korsika den nationalistischen Interessen der Grande Nation untergeordnet und mit eiserner Faust in den französischen Zentralstaat einverleibt. Trotzdem hat der berühmteste Sohn der Insel Korsika weltbekannt gemacht und die Korsen fühlen sich in einer patriotischen Hassliebe noch noch heute mit ihm tief verbunden.\nIm Maison Bonaparte erinnert heute kaum noch etwas an das adlige Stadthaus, wie es der junge Napoleon kannte. Da seine Familie das Haus 1793 verlassen musste und das Gebäude stark verwüstet wurde, stammen die Salons, edlen Tapeten, herrschaftlichen Möbel und Kammern vor allem aus der Zeit nach 1797, als das Haus an die Mutter Napoleons zurückgegeben wurde. So stammt auch die Einrichtung des angeblichen Geburtszimmers des späteren Kaisers aus der Zeit um 1800. Trotzdem ist der Raum noch heute ein Wallfahrtsort für Bonapartisten und Anhänger des großen Franzosen. Napoleon-Fans suchten schon kurz nach seinem Tod das kleine Herrenhaus in Ajaccio auf, um Reliquien zu sammeln. Die Sammlung „Du fétichisme au musée“ zeigt weit über hundert Jahre alte Souvenirs wie Tapetenreste aus dem angeblichen Geburtszimmer, Locken des französischen Kaisers und getrocknete Blumen, die angeblich auf seinem Grab lagen – diese wurden fein säuberlich in Bilderrahmen, Medallions und Glasbehälter eingearbeitet und als Andenken an Besucher verkauft. Neben einer Medalliensammlung, Totenmasken Napoleons sowie Repliken seiner goldenen Konsulkrone werden in den übrigen Räumen des Maison Bonaparte anhand einer großen Landkarte aus dem Jahr 1740 die Regionen und Städte Korsikas im 18. Jahrhundert illustriert. \nIn den Gewölben des Untergeschosses, das erst 1860 von der Familie Bonaparte hinzugekauft wurde, sind landwirtschaftliche Geräte und eine Olivenpresse aus einem Landgut der Familie Bonaparte zu sehen. Das Geburtshaus von Napoleon war bis 1923 im Besitz der Familie Bonaparte und wurde 1967 zum Museum in seiner heutigen Form hergerichtet und ist heute Teil der französischen Napoleon-Museen Musées Nationaux Napoleoniens. ","html":"<p>In einem unscheinbaren Haus in der Rue St-Charles im Herzen der Altstadt von Ajaccio wurde ein Mann geboren, der die Geschichte der Neuzeit in Europa als erster Kaiser Frankreichs mächtig durcheinandergewirbelt hat. \nAls Napoleone di Buonaparte erblickte der Sohn einer aus der Toskana stammenden korsischen Adelsfamilie 1769 das Licht der Welt, als seine Heimatinsel gerade ein Jahr zuvor nach einem langen Unabhängigkeitskrieg von Genua an Frankreich verkauft worden war. Der in diese politischen Wirren zwischen dem nach Unabhängigkeit strebendem Korsika, dem absolutistischen Frankreich und dem instabilen Italien hineingeborene Korse war aus der Sicht der korsischen Unabhängigkeitsbewegung eher ein Fluch als ein Segen für seine Heimat. Schon sein Vater, Carlo di Buonaparte, war Sekretär von Pasquale Paoli und kämpfte zunächst Seite an Seite mit dem korsischen Unabhängigkeitskämpfer für die Eigenständigkeit der Mittelmeerinsel, schlug sich aber später auf die Seite Frankreichs und trat fortan für die Interessen Korsikas in Frankreich ein. \nSein Sohn Napoleon Bonaparte, der erst in der Schule Französisch lernte, wurde zu einem zunächst sehr erfolgreichen Feldherren mit steiler Karriere und wollte in 15 Jahren seiner Macht als Konsul und Kaiser Frankreichs von seiner Heimatinsel angeblich nichts wissen. Unter Napoleon wurde Korsika den nationalistischen Interessen der Grande Nation untergeordnet und mit eiserner Faust in den französischen Zentralstaat einverleibt. Trotzdem hat der berühmteste Sohn der Insel Korsika weltbekannt gemacht und die Korsen fühlen sich in einer patriotischen Hassliebe noch noch heute mit ihm tief verbunden.\nIm Maison Bonaparte erinnert heute kaum noch etwas an das adlige Stadthaus, wie es der junge Napoleon kannte. Da seine Familie das Haus 1793 verlassen musste und das Gebäude stark verwüstet wurde, stammen die Salons, edlen Tapeten, herrschaftlichen Möbel und Kammern vor allem aus der Zeit nach 1797, als das Haus an die Mutter Napoleons zurückgegeben wurde. So stammt auch die Einrichtung des angeblichen Geburtszimmers des späteren Kaisers aus der Zeit um 1800. Trotzdem ist der Raum noch heute ein Wallfahrtsort für Bonapartisten und Anhänger des großen Franzosen. Napoleon-Fans suchten schon kurz nach seinem Tod das kleine Herrenhaus in Ajaccio auf, um Reliquien zu sammeln. Die Sammlung „Du fétichisme au musée“ zeigt weit über hundert Jahre alte Souvenirs wie Tapetenreste aus dem angeblichen Geburtszimmer, Locken des französischen Kaisers und getrocknete Blumen, die angeblich auf seinem Grab lagen – diese wurden fein säuberlich in Bilderrahmen, Medallions und Glasbehälter eingearbeitet und als Andenken an Besucher verkauft. Neben einer Medalliensammlung, Totenmasken Napoleons sowie Repliken seiner goldenen Konsulkrone werden in den übrigen Räumen des Maison Bonaparte anhand einer großen Landkarte aus dem Jahr 1740 die Regionen und Städte Korsikas im 18. Jahrhundert illustriert. \nIn den Gewölben des Untergeschosses, das erst 1860 von der Familie Bonaparte hinzugekauft wurde, sind landwirtschaftliche Geräte und eine Olivenpresse aus einem Landgut der Familie Bonaparte zu sehen. 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Der in diese politischen Wirren zwischen dem nach Unabhängigkeit strebendem Korsika, dem absolutistischen Frankreich und dem instabilen Italien hineingeborene Korse war aus der Sicht der korsischen Unabhängigkeitsbewegung eher ein Fluch als ein Segen für seine Heimat. Schon sein Vater, Carlo di Buonaparte, war Sekretär von Pasquale Paoli und kämpfte zunächst Seite an Seite mit dem korsischen Unabhängigkeitskämpfer für die Eigenständigkeit der Mittelmeerinsel, schlug sich aber später auf die Seite Frankreichs und trat fortan für die Interessen Korsikas in Frankreich ein. \nSein Sohn Napoleon Bonaparte, der erst in der Schule Französisch lernte, wurde zu einem zunächst sehr erfolgreichen Feldherren mit steiler Karriere und wollte in 15 Jahren seiner Macht als Konsul und Kaiser Frankreichs von seiner Heimatinsel angeblich nichts wissen. Unter Napoleon wurde Korsika den nationalistischen Interessen der Grande Nation untergeordnet und mit eiserner Faust in den französischen Zentralstaat einverleibt. Trotzdem hat der berühmteste Sohn der Insel Korsika weltbekannt gemacht und die Korsen fühlen sich in einer patriotischen Hassliebe noch noch heute mit ihm tief verbunden.\nIm Maison Bonaparte erinnert heute kaum noch etwas an das adlige Stadthaus, wie es der junge Napoleon kannte. Da seine Familie das Haus 1793 verlassen musste und das Gebäude stark verwüstet wurde, stammen die Salons, edlen Tapeten, herrschaftlichen Möbel und Kammern vor allem aus der Zeit nach 1797, als das Haus an die Mutter Napoleons zurückgegeben wurde. So stammt auch die Einrichtung des angeblichen Geburtszimmers des späteren Kaisers aus der Zeit um 1800. Trotzdem ist der Raum noch heute ein Wallfahrtsort für Bonapartisten und Anhänger des großen Franzosen. Napoleon-Fans suchten schon kurz nach seinem Tod das kleine Herrenhaus in Ajaccio auf, um Reliquien zu sammeln. Die Sammlung „Du fétichisme au musée“ zeigt weit über hundert Jahre alte Souvenirs wie Tapetenreste aus dem angeblichen Geburtszimmer, Locken des französischen Kaisers und getrocknete Blumen, die angeblich auf seinem Grab lagen – diese wurden fein säuberlich in Bilderrahmen, Medallions und Glasbehälter eingearbeitet und als Andenken an Besucher verkauft. Neben einer Medalliensammlung, Totenmasken Napoleons sowie Repliken seiner goldenen Konsulkrone werden in den übrigen Räumen des Maison Bonaparte anhand einer großen Landkarte aus dem Jahr 1740 die Regionen und Städte Korsikas im 18. Jahrhundert illustriert. \nIn den Gewölben des Untergeschosses, das erst 1860 von der Familie Bonaparte hinzugekauft wurde, sind landwirtschaftliche Geräte und eine Olivenpresse aus einem Landgut der Familie Bonaparte zu sehen. 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