{"version":"1.1","schema_version":"1.1.0","plugin_version":"1.1.2","url":"https://korsika.fr/menhire-und-torre-von-filitosa-megalithen-korsika/","llm_html_url":"https://korsika.fr/menhire-und-torre-von-filitosa-megalithen-korsika/llm","llm_json_url":"https://korsika.fr/menhire-und-torre-von-filitosa-megalithen-korsika/llm.json","manifest_url":"https://korsika.fr/llm-endpoints-manifest.json","language":"fr-FR","locale":"fr_FR","title":"Menhire und torre von filitosa megalithen korsika","site":{"name":"Korsika.fr - Reisemagazin und Korsika-Portal für den perfekten Urlaub auf der Insel der Schönheit","url":"https://korsika.fr/"},"author":{"id":0,"name":"","url":"https://korsika.fr/author/"},"published_at":"2021-01-19T16:52:19+00:00","modified_at":"2021-01-19T16:52:19+00:00","word_count":704,"reading_time_seconds":212,"summary":"Home &raquo; Die Menhire und Torre von Filitosa Die Menhire und Torre von Filitosa Korsikas steinernes Erbe an der Südwestküste  Die Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano Die Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas Statuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa Eine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa Statuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa [&hellip;]","summary_points":["Home &raquo; Die Menhire und Torre von Filitosa\n  \n\n\nDie Menhire und Torre von Filitosa\n\nKorsikas steinernes Erbe an der Südwestküste \n\n\n\n\n                  \t\nDie Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano\n                \n            \n            \n                 \nDie Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nEine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nDie gro&szlig;e Kriegerstele am Eingangsbereich von Filitosa.","Zahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.","Die Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  \t\nFilitosa: Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit\n                \n            \n                  \t\nFilitosa geh&ouml;rt nach den Erkenntnissen der Arch&auml;ologen zu den bemerkenswertesten historischen St&auml;tten des Mittelmeerraums.","Das riesige arch&auml;ologische Gel&auml;nde von Filitosa\n                \n            \n                  \t\nBizarre Felsen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nWenig Schatten: Filitosa im Sommer\n                \n            \n        \n\n\n\n\n\n\n          \n          \n             \n\n          \n        \n\n        \n      \nStatuenmenhire, Rundbauten, Felsdächer, dazu noch Hinterlassenschaften der Römer: Filitosa gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums."],"topics":[],"entities":[],"entities_metadata":[],"tags":[],"content_hash":"dfaf9c0cc496c75a6da93f2dd967df37","plain_text":"Home &raquo; Die Menhire und Torre von Filitosa\n  \n\n\nDie Menhire und Torre von Filitosa\n\nKorsikas steinernes Erbe an der Südwestküste \n\n\n\n\n                  \t\nDie Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano\n                \n            \n            \n                 \nDie Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nEine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nDie gro&szlig;e Kriegerstele am Eingangsbereich von Filitosa.\n                \n            \n                  \t\nZahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.\n                \n            \n                  \t\nDie Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  \t\nFilitosa: Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit\n                \n            \n                  \t\nFilitosa geh&ouml;rt nach den Erkenntnissen der Arch&auml;ologen zu den bemerkenswertesten historischen St&auml;tten des Mittelmeerraums. \n                \n            \n                  \t\nDas riesige arch&auml;ologische Gel&auml;nde von Filitosa\n                \n            \n                  \t\nBizarre Felsen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nWenig Schatten: Filitosa im Sommer\n                \n            \n        \n\n\n\n\n\n\n          \n          \n             \n\n          \n        \n\n        \n      \nStatuenmenhire, Rundbauten, Felsdächer, dazu noch Hinterlassenschaften der Römer: Filitosa gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums. \nDie Menhire, Torre und Abris stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, von der Jungsteinzeit über die Megalithkultur bis zu der torreanischen und römischen Epoche. \nDie Siedlung wenige Kilometer nördlich von Propriano wurde 1946 von dem Besitzer des Grundstücks entdeckt und anschließend von dem inzwischen verstorbenen, französischen Archäologen und Leiter des „Centre de Préhistoire Corse“ Roger Grosjean erforscht.  \nDie umfangreiche Anlage mit ihren vielen verstreut liegenden Denkmälern ruht inmitten eines alten Olivenhains auf einer kleinen Anhöhe im grünen Tal des Gebirgsflusses Taravo, der nach knapp 60 Kilometern im Golf von Valinco im Mittelmeer mündet. \nDer nur mit wenigen Schattenwegen ausgestattete Park ist von einer mit großen, unregelmäßigen Steinen errichteten Ringmauer umgeben. Mittendrin, zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalither und Torreaner. Da viele Menhire zerschlagen sind und als Baumaterial in den Rundbauten der Torreaner verwendet wurden, ging Roger Grosjean davon aus, dass die beiden Kulturen einander feindlich gesinnt waren, und dass es den Torreanern gelang, die Oberhand zu gewinnen.\nWährend die Bedeutung des Rundbaus aus torreanischen Epoche im Osten der Anlage noch unklar ist, handelt es sich bei dem Torre im Westen aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kultstätte. Neben überdachten Gängen, Kammern, Verschlägen und einem Brunnen entdeckte man hier auch Spuren einer Feuerstelle und einen konischen Kultstein. Das mittlere Monument der Anlage vereint Megalith-Kultur und Torre-Kultur unter einem Dach. Zu sehen sind ein senkrechter Polierstein mit Doppelmulde, eine Opferstelle sowie Bruchstücke von 32 Menhiren, die als Bausteine mit dem Gesicht nach unten in die Ringmauer rund um den Torre eingefügt worden sind. Auf dem Weg zum westlichen Denkmal liegen zudem zwei Abris, d.h. Felsdächer, die im Laufe der verschiedenen Epochen als Wohn- oder Grabstätte genutzt wurden. \n \nNeben dem Eingang der Ausgrabungsstätte befindet sich ein kleines Museum, in dem es Funde der Ausgrabungen aus unterschiedlichen Phasen mit Erklärungen zu sehen gibt. \n   \n\n\n\n\n\nDie Ausgrabungsstätte ist täglich (auch an Feiertagen) ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Die Besichtigung der Anlage ist auf Anfrage auch außerhalb der Saison möglich. Öffnungszeiten von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 7 Euro, Kinder bis 8 Jahre gratis. Die Besichtigung dauert in etwa 60 Minuten. Mehr Informationen auf der Offiziellen Website des Museums\n\n\n\n\n&nbsp;\n\n\t\t\n    \n\n\n\n&nbsp;\n\n\n                \n                    Filitosa (2B) avril 2015\n                    \n                \n            \n\n\n\n\nTimo Lutz\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n                    \n                    \n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n\n                \n                \n\n\n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\t\t\t\tSehensw&uuml;rdigkeiten\n\t\t\t\n\n\n    \n  \n\n    Sartène\n  \n\nNatur, Geschichte und Vendetta in der korsischsten aller korsischen Städte\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Das archäologische Ausgrabungsgebiet von Cauria\n  \n\nWuchtige Dolmen und trutzige Menhire\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Musée de la préhistoire\n  \n\nPrähistorisches Museum in Sartène\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Museum A Casa di Roccapina\n  \n\nKleines Museum am Aussichtspunkt von Roccapina\n\n\n\n\n\t\t\t\t\tmehr lesen \n\t\t\t\t\n\n\n    \n\n\n    \n  \n\n    \n\n\n      \n\n      \n\n    \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Acqua Dolce\nEccica Suarella\nSüdwestküste\nab 51 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nCasa Lysandra\nSerra di Ferro\nSüdwestküste\nab 55 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Les Eucalyptus\nPorto Pollo\nSüdwestküste\nab 79 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nDomaine Arcobiato\nOlmeto Plage\nSüdwestküste\nab 136 Euro pro Tag","paragraphs":["Home &raquo; Die Menhire und Torre von Filitosa","Die Menhire und Torre von Filitosa","Korsikas steinernes Erbe an der Südwestküste ","Die Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano\n                \n            \n            \n                 \nDie Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nEine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nDie gro&szlig;e Kriegerstele am Eingangsbereich von Filitosa.\n                \n            \n                  \t\nZahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.\n                \n            \n                  \t\nDie Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  \t\nFilitosa: Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit\n                \n            \n                  \t\nFilitosa geh&ouml;rt nach den Erkenntnissen der Arch&auml;ologen zu den bemerkenswertesten historischen St&auml;tten des Mittelmeerraums. \n                \n            \n                  \t\nDas riesige arch&auml;ologische Gel&auml;nde von Filitosa\n                \n            \n                  \t\nBizarre Felsen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nWenig Schatten: Filitosa im Sommer","Statuenmenhire, Rundbauten, Felsdächer, dazu noch Hinterlassenschaften der Römer: Filitosa gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums. \nDie Menhire, Torre und Abris stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, von der Jungsteinzeit über die Megalithkultur bis zu der torreanischen und römischen Epoche. \nDie Siedlung wenige Kilometer nördlich von Propriano wurde 1946 von dem Besitzer des Grundstücks entdeckt und anschließend von dem inzwischen verstorbenen, französischen Archäologen und Leiter des „Centre de Préhistoire Corse“ Roger Grosjean erforscht.  \nDie umfangreiche Anlage mit ihren vielen verstreut liegenden Denkmälern ruht inmitten eines alten Olivenhains auf einer kleinen Anhöhe im grünen Tal des Gebirgsflusses Taravo, der nach knapp 60 Kilometern im Golf von Valinco im Mittelmeer mündet. \nDer nur mit wenigen Schattenwegen ausgestattete Park ist von einer mit großen, unregelmäßigen Steinen errichteten Ringmauer umgeben. Mittendrin, zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalither und Torreaner. Da viele Menhire zerschlagen sind und als Baumaterial in den Rundbauten der Torreaner verwendet wurden, ging Roger Grosjean davon aus, dass die beiden Kulturen einander feindlich gesinnt waren, und dass es den Torreanern gelang, die Oberhand zu gewinnen.\nWährend die Bedeutung des Rundbaus aus torreanischen Epoche im Osten der Anlage noch unklar ist, handelt es sich bei dem Torre im Westen aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kultstätte. Neben überdachten Gängen, Kammern, Verschlägen und einem Brunnen entdeckte man hier auch Spuren einer Feuerstelle und einen konischen Kultstein. Das mittlere Monument der Anlage vereint Megalith-Kultur und Torre-Kultur unter einem Dach. Zu sehen sind ein senkrechter Polierstein mit Doppelmulde, eine Opferstelle sowie Bruchstücke von 32 Menhiren, die als Bausteine mit dem Gesicht nach unten in die Ringmauer rund um den Torre eingefügt worden sind. Auf dem Weg zum westlichen Denkmal liegen zudem zwei Abris, d.h. Felsdächer, die im Laufe der verschiedenen Epochen als Wohn- oder Grabstätte genutzt wurden. \n \nNeben dem Eingang der Ausgrabungsstätte befindet sich ein kleines Museum, in dem es Funde der Ausgrabungen aus unterschiedlichen Phasen mit Erklärungen zu sehen gibt. \n   ","Die Ausgrabungsstätte ist täglich (auch an Feiertagen) ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Die Besichtigung der Anlage ist auf Anfrage auch außerhalb der Saison möglich. Öffnungszeiten von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 7 Euro, Kinder bis 8 Jahre gratis. Die Besichtigung dauert in etwa 60 Minuten. 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   \t\nZahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.\n                \n            \n                  \t\nDie Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  \t\nFilitosa: Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit\n                \n            \n                  \t\nFilitosa geh&ouml;rt nach den Erkenntnissen der Arch&auml;ologen zu den bemerkenswertesten historischen St&auml;tten des Mittelmeerraums. \n                \n            \n                  \t\nDas riesige arch&auml;ologische Gel&auml;nde von Filitosa\n                \n            \n                  \t\nBizarre Felsen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nWenig Schatten: Filitosa im Sommer","html":"<p>Die Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano\n                \n            \n            \n                 \nDie Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nEine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nDie gro&szlig;e Kriegerstele am Eingangsbereich von Filitosa.\n                \n            \n                  \t\nZahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.\n                \n            \n                  \t\nDie Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  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Kilometer nördlich von Propriano wurde 1946 von dem Besitzer des Grundstücks entdeckt und anschließend von dem inzwischen verstorbenen, französischen Archäologen und Leiter des „Centre de Préhistoire Corse“ Roger Grosjean erforscht.  \nDie umfangreiche Anlage mit ihren vielen verstreut liegenden Denkmälern ruht inmitten eines alten Olivenhains auf einer kleinen Anhöhe im grünen Tal des Gebirgsflusses Taravo, der nach knapp 60 Kilometern im Golf von Valinco im Mittelmeer mündet. \nDer nur mit wenigen Schattenwegen ausgestattete Park ist von einer mit großen, unregelmäßigen Steinen errichteten Ringmauer umgeben. Mittendrin, zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalither und Torreaner. Da viele Menhire zerschlagen sind und als Baumaterial in den Rundbauten der Torreaner verwendet wurden, ging Roger Grosjean davon aus, dass die beiden Kulturen einander feindlich gesinnt waren, und dass es den Torreanern gelang, die Oberhand zu gewinnen.\nWährend die Bedeutung des Rundbaus aus torreanischen Epoche im Osten der Anlage noch unklar ist, handelt es sich bei dem Torre im Westen aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kultstätte. Neben überdachten Gängen, Kammern, Verschlägen und einem Brunnen entdeckte man hier auch Spuren einer Feuerstelle und einen konischen Kultstein. Das mittlere Monument der Anlage vereint Megalith-Kultur und Torre-Kultur unter einem Dach. Zu sehen sind ein senkrechter Polierstein mit Doppelmulde, eine Opferstelle sowie Bruchstücke von 32 Menhiren, die als Bausteine mit dem Gesicht nach unten in die Ringmauer rund um den Torre eingefügt worden sind. Auf dem Weg zum westlichen Denkmal liegen zudem zwei Abris, d.h. Felsdächer, die im Laufe der verschiedenen Epochen als Wohn- oder Grabstätte genutzt wurden. \n \nNeben dem Eingang der Ausgrabungsstätte befindet sich ein kleines Museum, in dem es Funde der Ausgrabungen aus unterschiedlichen Phasen mit Erklärungen zu sehen gibt. \n   ","html":"<p>Statuenmenhire, Rundbauten, Felsdächer, dazu noch Hinterlassenschaften der Römer: Filitosa gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums. \nDie Menhire, Torre und Abris stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, von der Jungsteinzeit über die Megalithkultur bis zu der torreanischen und römischen Epoche. \nDie Siedlung wenige Kilometer nördlich von Propriano wurde 1946 von dem Besitzer des Grundstücks entdeckt und anschließend von dem inzwischen verstorbenen, französischen Archäologen und Leiter des „Centre de Préhistoire Corse“ Roger Grosjean erforscht.  \nDie umfangreiche Anlage mit ihren vielen verstreut liegenden Denkmälern ruht inmitten eines alten Olivenhains auf einer kleinen Anhöhe im grünen Tal des Gebirgsflusses Taravo, der nach knapp 60 Kilometern im Golf von Valinco im Mittelmeer mündet. \nDer nur mit wenigen Schattenwegen ausgestattete Park ist von einer mit großen, unregelmäßigen Steinen errichteten Ringmauer umgeben. Mittendrin, zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalither und Torreaner. Da viele Menhire zerschlagen sind und als Baumaterial in den Rundbauten der Torreaner verwendet wurden, ging Roger Grosjean davon aus, dass die beiden Kulturen einander feindlich gesinnt waren, und dass es den Torreanern gelang, die Oberhand zu gewinnen.\nWährend die Bedeutung des Rundbaus aus torreanischen Epoche im Osten der Anlage noch unklar ist, handelt es sich bei dem Torre im Westen aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kultstätte. Neben überdachten Gängen, Kammern, Verschlägen und einem Brunnen entdeckte man hier auch Spuren einer Feuerstelle und einen konischen Kultstein. Das mittlere Monument der Anlage vereint Megalith-Kultur und Torre-Kultur unter einem Dach. Zu sehen sind ein senkrechter Polierstein mit Doppelmulde, eine Opferstelle sowie Bruchstücke von 32 Menhiren, die als Bausteine mit dem Gesicht nach unten in die Ringmauer rund um den Torre eingefügt worden sind. Auf dem Weg zum westlichen Denkmal liegen zudem zwei Abris, d.h. Felsdächer, die im Laufe der verschiedenen Epochen als Wohn- oder Grabstätte genutzt wurden. \n \nNeben dem Eingang der Ausgrabungsstätte befindet sich ein kleines Museum, in dem es Funde der Ausgrabungen aus unterschiedlichen Phasen mit Erklärungen zu sehen gibt. \n   </p>"},{"id":"text-6","type":"text","heading":"","plain_text":"Die Ausgrabungsstätte ist täglich (auch an Feiertagen) ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Die Besichtigung der Anlage ist auf Anfrage auch außerhalb der Saison möglich. Öffnungszeiten von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 7 Euro, Kinder bis 8 Jahre gratis. Die Besichtigung dauert in etwa 60 Minuten. Mehr Informationen auf der Offiziellen Website des Museums","html":"<p>Die Ausgrabungsstätte ist täglich (auch an Feiertagen) ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Die Besichtigung der Anlage ist auf Anfrage auch außerhalb der Saison möglich. Öffnungszeiten von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 7 Euro, Kinder bis 8 Jahre gratis. Die Besichtigung dauert in etwa 60 Minuten. 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Die Menhire und Torre von Filitosa"},{"id":"text-2","heading":"Text","content":"Die Menhire und Torre von Filitosa"},{"id":"text-3","heading":"Text","content":"Korsikas steinernes Erbe an der Südwestküste "},{"id":"text-4","heading":"Text","content":"Die Fundst&auml;tte befindet sich wenige Kilometer n&ouml;rdlich von Propriano\n                \n            \n            \n                 \nDie Ausgrabungsst&auml;tte Filitosa im S&uuml;dwesten Korsikas\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhir der Megalither aus der Jungsteinzeit in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nEine der zahlreichen Felsformationen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nStatuenmenhire auf einen Rundbau in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nDie gro&szlig;e Kriegerstele am Eingangsbereich von Filitosa.\n                \n            \n                  \t\nZahlreiche megalithische Menhire wurden f&uuml;r den Bau der sp&auml;teren torreanischen Siedlungen und der zentralen Tempelburg mit ihrer zyklopischen Ringmauer wiederverwendet.\n                \n            \n                  \t\nDie Menhire, Torre und Abris von Filitosa stammen aus verschiedenen Jahrhunderten\n                \n            \n                  \t\nFilitosa: Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit\n                \n            \n                  \t\nFilitosa geh&ouml;rt nach den Erkenntnissen der Arch&auml;ologen zu den bemerkenswertesten historischen St&auml;tten des Mittelmeerraums. \n                \n            \n                  \t\nDas riesige arch&auml;ologische Gel&auml;nde von Filitosa\n                \n            \n                  \t\nBizarre Felsen in Filitosa\n                \n            \n                  \t\nWenig Schatten: Filitosa im Sommer"},{"id":"text-5","heading":"Text","content":"Statuenmenhire, Rundbauten, Felsdächer, dazu noch Hinterlassenschaften der Römer: Filitosa gehört nach den Erkenntnissen der Archäologen zu den bemerkenswertesten historischen Stätten des Mittelmeerraums. \nDie Menhire, Torre und Abris stammen aus verschiedenen Jahrhunderten, von der Jungsteinzeit über die Megalithkultur bis zu der torreanischen und römischen Epoche. \nDie Siedlung wenige Kilometer nördlich von Propriano wurde 1946 von dem Besitzer des Grundstücks entdeckt und anschließend von dem inzwischen verstorbenen, französischen Archäologen und Leiter des „Centre de Préhistoire Corse“ Roger Grosjean erforscht.  \nDie umfangreiche Anlage mit ihren vielen verstreut liegenden Denkmälern ruht inmitten eines alten Olivenhains auf einer kleinen Anhöhe im grünen Tal des Gebirgsflusses Taravo, der nach knapp 60 Kilometern im Golf von Valinco im Mittelmeer mündet. \nDer nur mit wenigen Schattenwegen ausgestattete Park ist von einer mit großen, unregelmäßigen Steinen errichteten Ringmauer umgeben. Mittendrin, zwischen zahlreichen Felsformationen,  liegen seit prähistorischer Zeit die Statuenmenhire der Megalither aus der Jungsteinzeit, von denen viele deutliche anthropomorphe Formen, zumindest aber Kopfumrisse, Augenpaare oder Gesichter haben, und drei turmartige Bauten der Torre-Kultur aus der Bronzezeit. Nirgendwo sonst gibt es auf Korsika am selben Ort Denkmäler der Megalither und Torreaner. Da viele Menhire zerschlagen sind und als Baumaterial in den Rundbauten der Torreaner verwendet wurden, ging Roger Grosjean davon aus, dass die beiden Kulturen einander feindlich gesinnt waren, und dass es den Torreanern gelang, die Oberhand zu gewinnen.\nWährend die Bedeutung des Rundbaus aus torreanischen Epoche im Osten der Anlage noch unklar ist, handelt es sich bei dem Torre im Westen aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kultstätte. Neben überdachten Gängen, Kammern, Verschlägen und einem Brunnen entdeckte man hier auch Spuren einer Feuerstelle und einen konischen Kultstein. Das mittlere Monument der Anlage vereint Megalith-Kultur und Torre-Kultur unter einem Dach. Zu sehen sind ein senkrechter Polierstein mit Doppelmulde, eine Opferstelle sowie Bruchstücke von 32 Menhiren, die als Bausteine mit dem Gesicht nach unten in die Ringmauer rund um den Torre eingefügt worden sind. Auf dem Weg zum westlichen Denkmal liegen zudem zwei Abris, d.h. Felsdächer, die im Laufe der verschiedenen Epochen als Wohn- oder Grabstätte genutzt wurden. \n \nNeben dem Eingang der Ausgrabungsstätte befindet sich ein kleines Museum, in dem es Funde der Ausgrabungen aus unterschiedlichen Phasen mit Erklärungen zu sehen gibt. \n   "},{"id":"text-6","heading":"Text","content":"Die Ausgrabungsstätte ist täglich (auch an Feiertagen) ab Ostern bis Ende Oktober geöffnet. Die Besichtigung der Anlage ist auf Anfrage auch außerhalb der Saison möglich. Öffnungszeiten von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang, Eintritt 7 Euro, Kinder bis 8 Jahre gratis. Die Besichtigung dauert in etwa 60 Minuten. 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