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Völlig zu Recht, denn die scharfen Kurven der Talstraße, die sich durch das karge, nur von dürren Pinien und stacheligen Ginsterbüschen bewachsene Tal schlängelt, lassen Bikerherzen höherschlagen. Trotzdem sollte man es bei einem Ausflug [&hellip;]","summary_points":["Die tiefe, enge Schlucht Défilé de la Scala di Santa Regina im Norden Korsikas gehört zu den bekanntesten Bergtälern der Insel.","Völlig zu Recht, denn die scharfen Kurven der Talstraße, die sich durch das karge, nur von dürren Pinien und stacheligen Ginsterbüschen bewachsene Tal schlängelt, lassen Bikerherzen höherschlagen.","Trotzdem sollte man es bei einem Ausflug in die wunderbare Klamm langsam zugehen lassen.","Denn immer wieder drängen sich Reisebusse und Camper entlang des nur durch ein kleines Mäuerchen vom Abgrund getrennten Fahrweg."],"topics":["Korsika Allgemein"],"entities":[],"entities_metadata":[{"id":26,"name":"Korsika Allgemein","slug":"korsika-allgemein","taxonomy":"category","count":243,"url":"https://korsika.fr/category/korsika-allgemein/"}],"tags":["Korsika Allgemein"],"content_hash":"2b69f120ff382e6106c65f4e342f18d4","plain_text":"Die tiefe, enge Schlucht Défilé de la Scala di Santa Regina im Norden Korsikas gehört zu den bekanntesten Bergtälern der Insel.\nVöllig zu Recht, denn die scharfen Kurven der Talstraße, die sich durch das karge, nur von dürren Pinien und stacheligen Ginsterbüschen bewachsene Tal schlängelt, lassen Bikerherzen höherschlagen. Trotzdem sollte man es bei einem Ausflug in die wunderbare Klamm langsam zugehen lassen. Denn immer wieder drängen sich Reisebusse und Camper entlang des nur durch ein kleines Mäuerchen vom Abgrund getrennten Fahrweg. Einen Gang runter schalten ist in dieser Schlucht ohnehin angesagt, denn sonst rast man wie viele Motorradfahrer an der einmaligen Landschaft achtlos vorbei.\nAn den wenigen Haltepunkten auf der Strecke kann man die massiven Granitvorsprünge und überhängenden Felsen bestaunen, die dem Tal ihren Namen gaben &#8211; &#8222;Treppe der Heiligen Königin&#8222;. Der Legende nach soll die Jungfrau Maria das tiefe Tal als Fluchtweg in den Berg geschlagen haben, um dem Heiligen Martin beim Kampf gegen den Teufel zu helfen. Dass bei einer solchen Operation mächtig die Fetzen fliegen, ist klar: Einige Steinbrocken sollen die hohen Berge von Monte Cinto und Paglia Orba sein, die auf der anderen Seite der Niolo-Hochebene liegen und zu den höchsten Erhebungen der Insel zählen.\nGeologisch wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Tal vom Fluss Golo in den Granit gefräst wurde, der talaufwärts im Lac de Calacuccia zur Stromgewinnung gestaut wird. Da die Staustufe das Tal jederzeit fluten kann, ist Baden in den zahlreichen Gumpen der Scala di Santa Regina streng verboten.\nGanz sicher aber wurde die &#8222;Treppe der Gottesmutter&#8220; von den Bergbauern der Niolo-Hochebene zur Überwindung von Höhenmetern genutzt. Von der Wanderweidewirtschaft zwischen dem Niolo und den korsischen Tiefebenen zeugen die alten Transhumanz-Wege, die sich an den steilen Talwänden entlang klammern. Auch die Zahlen der Neuzeit sprechen für sich: Die heutige Talstraße, die aus dem späten 19. Jahrhundert stammt, überwindet ganze 500 Höhenmeter auf nur 15 Kilometern Länge.\n\n\n\n\n \n\n\n\n\n&nbsp;\n\n\t\t\n    \n\n\n\n&nbsp;\n\n\n                \n                    \n                    Corsica &#8211; Scala di Santa Regina verso Sud-Ovest\n                    \n                \n            \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n                    \n                    \n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n                    \n\n                \n                \n\n\n                    \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\t\t\t\tSehensw&uuml;rdigkeiten\n\t\t\t\n\n\n    \n  \n\n    Die Zitadelle von Corte\n  \n\nAdlernest und ehemalige Kaserne der Fremdenlegion\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Vallée d’Asco\n  \n\nAuf einer windigen Panoramastrecke auf das Dach Korsikas\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Vizzavona\n  \n\n\nDie Cascades des Anglais im Herzen von Korsika\n\n\n\n\n    \n  \n\n    Village des Tortues\n  \n\nEines der letzten Rückzugsgebiete der Hermann-Schildkröte auf Korsika\n\n\n\n\n\t\t\t\t\tmehr lesen \n\t\t\t\t\n\n\n    \n \n\n    \n  \n\n    \n\n\n      \n\n      \n\n    \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Les Jardins de la Glacière\nCorte\nLandesinnere\nab 65 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nVilla Cedric\nPietralba\nLandesinnere\nab 171 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nHotel Dominique Colonna\nCorte\nLandesinnere\nab 98 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n        \n\n        \t\nHotel du Nord\nCorte\n\nLandesinnere\nab 80 Euro pro Tag \n          \n        \n\n\n    \n\n\n      \n      \n\n\n            \n        \n\n      \n    \n\n    \n\n      \n\n\n    \n    \n\n    \n    \n    \n    \n    \n    \n    \n    \n  \n  \n\n\n\n\t\t\t\tDie besten Motorradstrecken\n\t\t\t\n\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\n    Von Aléria nach Ghisoni\n  \n\nNach Ghisoni über die Schluchten von Défilé d’Inzecca und Défilé des Strette\n\n\n\n\n    Vallée d’Asco\n  \n\nAuf einer windigen Panoramastrecke auf das Dach Korsikas\n\n\n\n\n    Wandern im Tal der Restonica\n  \n\nWuchtige Schwarzkiefern und glasklare Bergseen\n\n\n\n\n    Col de Vergio\n  \n\nDer höchste Pass Korsikas\n\n\n\n\n\t\t\t\t\tmehr lesen","paragraphs":["Die tiefe, enge Schlucht Défilé de la Scala di Santa Regina im Norden Korsikas gehört zu den bekanntesten Bergtälern der Insel.\nVöllig zu Recht, denn die scharfen Kurven der Talstraße, die sich durch das karge, nur von dürren Pinien und stacheligen Ginsterbüschen bewachsene Tal schlängelt, lassen Bikerherzen höherschlagen. Trotzdem sollte man es bei einem Ausflug in die wunderbare Klamm langsam zugehen lassen. Denn immer wieder drängen sich Reisebusse und Camper entlang des nur durch ein kleines Mäuerchen vom Abgrund getrennten Fahrweg. Einen Gang runter schalten ist in dieser Schlucht ohnehin angesagt, denn sonst rast man wie viele Motorradfahrer an der einmaligen Landschaft achtlos vorbei.\nAn den wenigen Haltepunkten auf der Strecke kann man die massiven Granitvorsprünge und überhängenden Felsen bestaunen, die dem Tal ihren Namen gaben &#8211; &#8222;Treppe der Heiligen Königin&#8222;. Der Legende nach soll die Jungfrau Maria das tiefe Tal als Fluchtweg in den Berg geschlagen haben, um dem Heiligen Martin beim Kampf gegen den Teufel zu helfen. Dass bei einer solchen Operation mächtig die Fetzen fliegen, ist klar: Einige Steinbrocken sollen die hohen Berge von Monte Cinto und Paglia Orba sein, die auf der anderen Seite der Niolo-Hochebene liegen und zu den höchsten Erhebungen der Insel zählen.\nGeologisch wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Tal vom Fluss Golo in den Granit gefräst wurde, der talaufwärts im Lac de Calacuccia zur Stromgewinnung gestaut wird. Da die Staustufe das Tal jederzeit fluten kann, ist Baden in den zahlreichen Gumpen der Scala di Santa Regina streng verboten.\nGanz sicher aber wurde die &#8222;Treppe der Gottesmutter&#8220; von den Bergbauern der Niolo-Hochebene zur Überwindung von Höhenmetern genutzt. Von der Wanderweidewirtschaft zwischen dem Niolo und den korsischen Tiefebenen zeugen die alten Transhumanz-Wege, die sich an den steilen Talwänden entlang klammern. Auch die Zahlen der Neuzeit sprechen für sich: Die heutige Talstraße, die aus dem späten 19. Jahrhundert stammt, überwindet ganze 500 Höhenmeter auf nur 15 Kilometern Länge."," ","&nbsp;","&nbsp;","Corsica &#8211; Scala di Santa Regina verso Sud-Ovest","Sehensw&uuml;rdigkeiten","Die Zitadelle von Corte","Adlernest und ehemalige Kaserne der Fremdenlegion","Vallée d’Asco","Auf einer windigen Panoramastrecke auf das Dach Korsikas","Vizzavona","Die Cascades des Anglais im Herzen von Korsika","Village des Tortues","Eines der letzten Rückzugsgebiete der Hermann-Schildkröte auf Korsika","mehr lesen","Hotel Les Jardins de la Glacière\nCorte\nLandesinnere\nab 65 Euro pro Tag","Villa Cedric\nPietralba\nLandesinnere\nab 171 Euro pro Tag","Hotel Dominique Colonna\nCorte\nLandesinnere\nab 98 Euro pro Tag","Hotel du Nord\nCorte","Landesinnere\nab 80 Euro pro Tag","Die besten Motorradstrecken","Von Aléria nach Ghisoni","Nach Ghisoni über die Schluchten von Défilé d’Inzecca und Défilé des Strette","Vallée d’Asco","Auf einer windigen Panoramastrecke auf das Dach Korsikas","Wandern im Tal der Restonica","Wuchtige Schwarzkiefern und glasklare Bergseen","Col de Vergio","Der höchste Pass Korsikas","mehr lesen"],"content_blocks":[{"id":"text-1","type":"text","heading":"","plain_text":"Die tiefe, enge Schlucht Défilé de la Scala di Santa Regina im Norden Korsikas gehört zu den bekanntesten Bergtälern der Insel.\nVöllig zu Recht, denn die scharfen Kurven der Talstraße, die sich durch das karge, nur von dürren Pinien und stacheligen Ginsterbüschen bewachsene Tal schlängelt, lassen Bikerherzen höherschlagen. Trotzdem sollte man es bei einem Ausflug in die wunderbare Klamm langsam zugehen lassen. Denn immer wieder drängen sich Reisebusse und Camper entlang des nur durch ein kleines Mäuerchen vom Abgrund getrennten Fahrweg. Einen Gang runter schalten ist in dieser Schlucht ohnehin angesagt, denn sonst rast man wie viele Motorradfahrer an der einmaligen Landschaft achtlos vorbei.\nAn den wenigen Haltepunkten auf der Strecke kann man die massiven Granitvorsprünge und überhängenden Felsen bestaunen, die dem Tal ihren Namen gaben &#8211; &#8222;Treppe der Heiligen Königin&#8222;. Der Legende nach soll die Jungfrau Maria das tiefe Tal als Fluchtweg in den Berg geschlagen haben, um dem Heiligen Martin beim Kampf gegen den Teufel zu helfen. Dass bei einer solchen Operation mächtig die Fetzen fliegen, ist klar: Einige Steinbrocken sollen die hohen Berge von Monte Cinto und Paglia Orba sein, die auf der anderen Seite der Niolo-Hochebene liegen und zu den höchsten Erhebungen der Insel zählen.\nGeologisch wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Tal vom Fluss Golo in den Granit gefräst wurde, der talaufwärts im Lac de Calacuccia zur Stromgewinnung gestaut wird. Da die Staustufe das Tal jederzeit fluten kann, ist Baden in den zahlreichen Gumpen der Scala di Santa Regina streng verboten.\nGanz sicher aber wurde die &#8222;Treppe der Gottesmutter&#8220; von den Bergbauern der Niolo-Hochebene zur Überwindung von Höhenmetern genutzt. Von der Wanderweidewirtschaft zwischen dem Niolo und den korsischen Tiefebenen zeugen die alten Transhumanz-Wege, die sich an den steilen Talwänden entlang klammern. Auch die Zahlen der Neuzeit sprechen für sich: Die heutige Talstraße, die aus dem späten 19. 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Der Legende nach soll die Jungfrau Maria das tiefe Tal als Fluchtweg in den Berg geschlagen haben, um dem Heiligen Martin beim Kampf gegen den Teufel zu helfen. Dass bei einer solchen Operation mächtig die Fetzen fliegen, ist klar: Einige Steinbrocken sollen die hohen Berge von Monte Cinto und Paglia Orba sein, die auf der anderen Seite der Niolo-Hochebene liegen und zu den höchsten Erhebungen der Insel zählen.\nGeologisch wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Tal vom Fluss Golo in den Granit gefräst wurde, der talaufwärts im Lac de Calacuccia zur Stromgewinnung gestaut wird. Da die Staustufe das Tal jederzeit fluten kann, ist Baden in den zahlreichen Gumpen der Scala di Santa Regina streng verboten.\nGanz sicher aber wurde die &#8222;Treppe der Gottesmutter&#8220; von den Bergbauern der Niolo-Hochebene zur Überwindung von Höhenmetern genutzt. Von der Wanderweidewirtschaft zwischen dem Niolo und den korsischen Tiefebenen zeugen die alten Transhumanz-Wege, die sich an den steilen Talwänden entlang klammern. Auch die Zahlen der Neuzeit sprechen für sich: Die heutige Talstraße, die aus dem späten 19. 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