GR20 - Refuge de Paliri – Conca
Abschied tut weh, vielleicht auch die Knie ... aber wir kommen wieder!
Korsika – GR 20
Die letzten Kilometer auf dem GR20. Man sollte sie genießen – der Wald, die imposant geformten Felsen, die Gumpen und dann der Blick zum Meer. Es war schön und wir kommen bestimmt wieder! Ausgangspunkt: Das Refuge de Paliri (1055?m).

Ausgangspunkt: Siehe Wanderung Col de Bavella – Refuge de Paliri

Dauer: 5.00 Std.
Länge: 13 km
Höhenunterschied: Aufstieg mit Gegenanstiegen 200m, Abstieg gut 1000m. Anforderungen: Leichte Bergwanderung auf gut markiertem Pfad (rot-weiß). Verpflegung: In Conca; unterwegs keine. Quellen in der Nähe der Bergerie des Cabanes de Capeddu (850 m) und oberhalb von Conca.
Unterkunft: Conca (252m), an der D 168. Keine Busverbindung. Weiter mit Taxi oder per Anhalter oder zu Fuß auf der Straße nach Ste-Lucie-de-Porto-Vecchio (5km) oder Favone (8km), beide an der N 198 mit Busverbindung nach Bastia. Vom Refuge de Paliri führt der Weg in südöstliche Richtung. Langsam steigt man hinunter, kommt an der Bocca di Monte Bracciutu (953m) vorbei, und es geht weiter bergab, bis auf die Höhe von 920m, dabei macht man einen Bogen um die Punta di Monte Sordu (1117m). Leider ist auch hier ein großer Teil des schattigen Pinienwaldes durch Feuer vernichtet worden. Am Nachmittag steht bei Sonnenschein über diesem Abschnitt eine brütende Hitze, während noch vor ein paar Jahren die Wanderung durch den Schatten des Waldes führte. Achtung: Man muss hier gut auf die Zeichen achten, sie führen nach rechts, in südliche Richtung, wieder bergauf. Wer die Markierungen übersieht und auf dem unmarkierten Pfad den Aufstieg zur Bocca di u Sordu (1065m) verpasst, muss zurück. Nach der Bocca bleibt die Grundrichtung weiter Südosten. Es geht ein Stück über die Felsen.

Wer in diesem Bereich von Süden kommt und nicht aufpasst, verpasst auch schnell den Punkt, an dem die Zeichen nach rechts über den Fels zur Bocca di u Sordu führen.
Nach den Felsen kommt man durch die Macchia zu den Ruinen der Bergeries des Cabanes de Capeddu (850m). Bei den Ruinen weist ein roter Pfeil nach links zu einer Quelle. Gut 400?m muss man auf dem Pfad nach Nordosten gehen, um das Wasser zu erreichen. Die Quelle liegt links vom Weg. In trockenen Zeiten ist es nur eine schwache Träufelquelle. Sie ist aber gefasst, sodass sich die Trinkflasche dennoch füllen lässt.

Von den Ruinen der Bergeries de Capeddu führt der GR20 erst weiter in Richtung Südosten und wendet sich dann nach etwa 1km nach Osten. Man überquert den Rau de Punta Pinzuta in 600m Höhe und geht am linken Ufer des Baches wieder nach Süden. Der Bach fließt aber dann nach Osten, man muss ihn erneut queren und findet ein paar Schritte oberhalb der Furt (550m) übereinander schöne Gumpen, in denen am Nachmittag im Sommer Badetemperaturen von 34° C erreicht werden! Noch einmal muss man etwas aufsteigen, auf 630m Höhe. Man läuft dann am Hang unterhalb des nach Südosten ziehenden Kammes wieder durch ein Gebiet, in dem früher ein schöner Pinienwald stand. Feuer hat ihn zerstört, nur einzelne Bäume ragen noch aus dem Gestrüpp empor. Nach etwas mehr als 2km (ab Querung des Baches) auf einem komfortablen Pfad erreicht man die Bocca d’Usciolu (587m), die letzte Bresche, die man durchschreitet. Nach dem Durchtritt sieht man das Ziel unter sich liegen: Conca! Wer noch heile Füße und Knie hat, kommt schnell zur Quelle (370m) oberhalb des Ortes, und – war es Absicht? – der Ortsteil, in dem man landet, heißt »Radicale« – so könnte man auch die Korsikatour über den GR20 nennen.

In Conca (252m) endet der GR20. Hier gibt es ein Restaurant und ein Geschäft neben der Kirche. Der kleine Campingplatz La Tonnelle am Ortsausgang Richtung Ste-Lucie-de-Porto-Vecchio hat sich gemausert. Die sanitären Einrichtungen sind recht komfortabel und der Besitzer hat eine private Gîte d’étape erbaut. Ganz ungewohnter Luxus wartet dort auf die Wanderer. Je nach Wunsch und zu erschwinglichen Preisen gibt es Zimmer für zwei oder mehr Personen, jedes mit eigener Toilette und Waschbecken. Wer aus den Bergen kommt, kann sich auf dem Campingplatz oder in der Gîte wieder an die Zivilisation gewöhnen. Das kleine Restaurant beim Campingplatz bietet dem Wanderer kulinarische Eindrücke von Korsika, die der Rucksack nicht bieten konnte.
 
Alle Bilder u. Texte: Willi und Kristin Hausmann - Mit Genehmigung vom Bergverlag Rother
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