Hoch auf den weißen Kreideklippen von Bonifacio liegt der Friedhof der Stadt: Der Cimetière marin de Bonifacio mit seinen dunklen Familiengruften, schneeweiß strahlenden Grabstätten, monumentalen Mausoleen und einfachen, kleinen Ruhestätten mit schlichten Holzkreuzen.
Manche Gräber sind piccobello gepflegt, einige verfallen, wieder andere eingewachsen, manche werden einmal im Jahr weiß gestrichen. Die monumentalen Begräbnisstätten und einfachen Gräber sind den Bürgern von Bonifacio vorbehalten, die ältesten stammen aus dem 19. Jahrhundert. Der Campusantu (dt. Heiliges Feld), wie die Korsen ihre letzten Ruhestätten nennen, ist auch Marinefriedhof, denn hier liegen einige Opfer des Schiffsunglücks der französischen Fregatte Sémillante, die 1855 während eines schweren Sturms in der Straße von Bonifacio in Seenot geriet und vor Lavezzi verunglückte.
Der südlicheste Friedhof Frankreichs platzt heute aus allen Nähten, denn er ist dem kleinen ehemaligen Hof des Klosters von Saint François angelegt, von dem heute nur noch die Klosterkapelle und einige Nebengebäude übriggeblieben ist. Mittlerweile hat die Gemeinde deshalb außerhalb des historischen Friedhofsgeländes einige neue Grabreihen errichten lassen.
Der südlicheste Friedhof Frankreichs platzt heute aus allen Nähten, denn er ist dem kleinen ehemaligen Hof des Klosters von Saint François angelegt, von dem heute nur noch die Klosterkapelle und einige Nebengebäude übriggeblieben ist. Mittlerweile hat die Gemeinde deshalb außerhalb des historischen Friedhofsgeländes einige neue Grabreihen errichten lassen.
Vor allem im Sommer, wenn die Touristenmassen durch Bonifacio strömen, ist der kleine Friedhof ein Ort der Ruhe. Auch wenn er längst kein Geheimtipp mehr ist, kann man in aller Ruhe entlang der verblassten Grabtafeln schlendern, die pittoresk verwitterten Grabsteine bewundern und die verfallenen Gruften bestaunen. Von hier hat man dann in aller Ruhe einen unglaublichen Blick auf das stahlblaue Meer am Horizont und die zerklüftete Küstenlinie von Bonifacio.