Die Mediterrane Schwarze Witwe (Latrodectus tredecimguttatus), im korsischen Malmignattu oder Zinerva genannt, ist eine Webspinne aus der Familie der Haubennetzspinnen (Theridiidae). Sollte es doch passieren, dass man gebissen wurde, so schnell wie möglich ein Krankenhaus aufsuchen, wenn möglich die Spinne als Beweis mitnehmen!
An der Bisswunde kommt es zu lokalen Schwellungen und Rötungen.
Oft kann der Zusammenhang der Symptome mit dem Spinnenbiss nicht hergestellt werden, da die meisten Erscheinungen dieses Krankheitsbildes, das Latrodektismus genannt wird, erst nach 20 Minuten bis 2 Stunden spürbar werden. Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen sind oft die Folge.
Die Gefährlichkeit des Spinnenbisses für den Menschen bleibt umstritten. Zuweilen wird die Wirkung des Bisses nur wie die eines Wespenstichs beschrieben. Tödliche Verläufe nach einem Biss kommen nur in extremen Ausnahmefällen vor, etwa bei vier bis fünf von tausend Bissen.
Ähnlich wie bei den anderen Arten der Echten Witwen sind die Männchen der Europäischen Schwarzen Witwe wesentlich kleiner als die Weibchen.
Die weiblichen Spinnen erreichen meist eine Körperlänge von etwas mehr als einem Zentimeter. Das vordere und das hintere Beinpaar sind rund zwei Zentimeter lang, die Beinspannweite beträgt somit rund vier Zentimeter. Die beiden mittleren Beinpaare sind wesentlich kürzer, das dritte Beinpaar erreicht mit elf Millimetern nur etwas mehr als die Hälfte der Vorder- und Hinterextremitäten, das zweite Beinpaar ist rund 14 Millimeter lang. Die Farbe der Beine ist beim Weibchen schwarz.
Der Hinterleib wirkt mit einer Länge von 5,5 Millimetern und einer Breite von 4,7 Millimetern kugelförmig und leicht oval.
Diese Art spinnt ihr unregelmäßiges Fangnetz in Bodennähe zwischen Grashalmen und niedriger Vegetation. Unter Steinen verborgen wartet sie auf Beute, die sich in den Spinnfäden verfängt. Sie ernährt sich hauptsächlich von bodenbewohnenden Insekten, meist von größeren Käfern, die sie mit Hilfe ihrer spitzen Kieferklauen, durch die sie das Gift injiziert, überwältigen kann. Es gibt auch Berichte über den Fang von kleinen Wirbeltieren, hauptsächlich Eidechsen, die sich in ihrem Netz verfangen.
Also in freier Natur vor allen Dingen, aufgepasst, wo man sich hinsetzt!
Ihre Miluna
Quellen und Fotos:
www.ocic.oec.fr/catalog
Wikipedia
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