Pigna
Mittelalterliches Künstlerdorf in den Bergen der Balagne
Das kleine Künstlerdorf mit seinen knallblauen Fensterläden, engen Gassen und zahllosen, kleinen Geschäften und Handwerker-Ateliers ist ein echtes Schmuckstück und ein Paradebeispiel dafür, wie Tourismus und Kulturförderung der Landflucht entgegenwirken können.
In den 1960er Jahren drohte der Ort, der einst von Landwirtschaft und Viehzucht lebte, auszusterben. Bereits damals siedelte eine Kulturinitiative Künstler, Töpfer, Bildhauer, Holzschnitzer und Musikinstrumentenbauer an, lies uralte Palais und mittelalterliche Höfe renovieren und auf den alten Dorfterrassen Piazzarella kleine Restaurants angesiedeln - mit Premiumblick auf die Bucht von Algajola natürlich.
Heute kann man sich in den prächtig renovierten, engen und natürlich autofreien Gassen in unzähligen Boutiquen verlieren und kunstvolle Töpferwaren, liebevoll von Hand bemalte Spieluhren, Schmuck, Lebensmittel und Musikinstrumente mit nach Hause nehmen. Aporopos Musik: Pigna gilt heute als Zentrum für korsische Klangtraditionen. In dem kleinen Gästehaus La Casa Musicale gibt es das ganze Jahr über Musikstunden und Seminare sowie ein kleines Tonstudio mit eigenem Plattenlabel für traditionelle korsische Musik. Einmal im Jahr wird außerdem zu einem großen Musikfest eingeladen: Das Festival der Kulturvereinigung Centre Culturel Voce versteht sich als Hommage an den Gesang und die Vertreter der Stimmen der Balagne.
Pigna selbst ist autofrei, doch vor der Dorfeinfahrt gibt es einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz.
 
Timo Lutz
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