Dienstag, 31. Mai 2011

Dienstag, 31. Mai 2011



Korsische Sprichwörter – Pruverbi corsi

Liebe BesucherInnen,

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe « korsische Sprichwörter » – « Pruverbi corsi » vorstellen.

Es ist ein Sprichtwort aus dem praktischen Lebensbereich:



Sé tu voli a farina va à coglia a castagna.





Wer seinen Kastanienbrei essen will, der muss Kastanien sammeln gehen.



Frei übersetzt: Wer essen will muss arbeiten gehen …



Das war auch schon zu damaligen Zeiten, nur dass man damals nicht alles im Supermarkt fand, sondern selber anbauen und sammeln musste…



Trotz aller Mühe, die Qualität der Nahrung war eindeutig besser …





Liebe Grüße,



Miluna

Freitag, 27. Mai 2011




Sprichwörter aus Korsika (Pruvervi Corsi)

Liebe BesucherInnen,


Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe « Sprichwörter aus Korsika (Pruvervi Corsi) » vorstellen:


Hier ein anzestrales Sprichwort aus der Wetterbeobachtungsrubrik, das die Natur mit Nutzgütern vergleicht:





U celi à volta di pani, s’eddu un piovi oghji, piovi dumani.




Wenn der Himmel einem heissen Ofen gleicht, und es trotzdem heute nicht regnet, dann regnet es morgen!

Also bei tiefhängenden Nebelschwaden (wie Rauch im heißen Steinofen!) an die Steinöfen und überprüfen!



 



Liebe Grüße,



Ihre Miluna




Der korsische Feuersalamander / Catellu muntaninu (Salamandra corsica)




Liebe BesucherInnen,

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe « Die FAUNA Korsikas » vorstellen.


Der Korsische Feuersalamander (Salamandra corsica), im Korsischen: Catellu muntaninu


Der Korsische Feuersalamander (Salamandra corsica) ist eine Amphibienart aus der Familie der Echten Salamander, der nur auf der Insel Korsika vorkommt. Dieser Schwanzlurch wurde erstmals 1838 von dem italienischen Naturforscher Gaetano Savi (1769-1844) beschrieben.




Die Tiere bevorzugen die regenreichen Bergwälder der Insel, wie z.B. an der Westküste, wo der aus Südwesten kommende Wind „Libeccio » (Libeccu) weht und hier am häufigsten der Insel die meisten Niederschläge bringt. Dort findet man In den ausgedehnten Hang- und Schluchtwäldern große Bestände von Edelkastanien und Buchen mit dichtem Unterwuchs aus Königsfarn, Adlerfarn und Baumheide (Erica arborea). In den etwas trockeneren felsigen Bereichen gedeihen Kiefern sowie Stein- und Korkeichen. Die höher liegenden Bereiche weisen ein typisches Bergklima auf, das durch niedrige Temperaturen und häufigen Niederschlägen gekennzeichnet ist. Bis ins Frühjahr hinein sind die Berggipfel meist mit Schnee bedeckt. Das vom Monte Cinto Massiv (2706 m NN) ablaufende Schmelzwasser sorgt bis in die Sommermonate hinein für kühles, sauberes Quellwasser, das sich in unzähligen Kolken und Felsnischen aufstaut. Diese bieten die ideale Lebensräume für den Korsischen Feuersalamander u.a. im Larvallenstadium. Insbesondere im Umfeld von Bächen und kleinen Staubecken befinden sich oft schattige moosbedeckten Steingruppen, die den Salamandern genügend Rückzugsmöglichkeiten und auch Nahrungsquellen bieten.

Ähnliche Verhältnisse herrschen auch im Restonica-Tal vor, wo der Herpetologe Robert Mertens in circa 1000 m NN ein trächtiges Weibchen fand, das vier Jungtiere gebar, die ohne Kiemen waren. Auch besaßen sie bereits eine ausgeprägte Körperfärbung, die derjenigen der erwachsenen Salamander nahezu glich. Jedoch fand der Wissenschaftler in nahe gelegenen Gewässern auch kiementragende, ausschließlich aquatil lebende Salamanderlarven.



Erwachsene Weibchen erreichen beachtliche Körperlängen von bis zu 22 Zentimetern. Die überwiegend schwarz gefärbte Oberseite wird durch unregelmäßig verteilte gelbe Flecken, die gelegentlich nahezu kreisrund ausgeprägt sein können, unterbrochen. Insgesamt wirken Korsische Feuersalamander gedrungener als ihre mitteleuropäischen Verwandten. Auch wirken die Extremitäten der Tiere kürzer und die Zehen kräftiger – ein deutlicher Hinweis auf vermehrte grabende Lebensweise. Beobachtungen belegen einen Rückzug der Tiere in tiefere Bodenschichten bei längeren Trockenperioden. Auffällig ist der breite Kopf mit kräftig entwickelten Parotiden (paarige Wülste hinter den Augen). Die gelben Flecken auf den Augenlidern und Ohrdrüsen zeigen zuweilen s-förmige Linienstrukturen.



Wie auch der Feuersalamander ernähren sich die korsischen Salamander hauptsächlich von wirbellosen Organismen wie Asseln, kleinen weichen Käfern sowie kleinen bis mittelgroßen Exemplaren von Nacktschnecken, die oft an Pilzen anzutreffen sind und dort vom Salamander „abgeweidet » werden. Auch stehen Regenwürmer auf seinem Speiseplan, und er macht auch nicht vor Spinnen und anderen Insekten halt. Seine Beute wird meist in „Chamäleon-Manier » beschlichen und dann je nach Größe entweder mit der Zunge oder mit einem Sprung und anschließendem Zupacken der Kiefer gefangen. Generell verzehren Feuersalamander alles, was von der Körpergröße noch überwältigt und verschlungen werden kann, also unter Umständen auch andere Amphibien wie Molche oder kleine Frösche. Wenn sich die ansonsten sehr langsamen Tiere einmal dafür „entschieden haben », Beute zu machen, können sie plötzlich sehr agil werden. Kleine Zähne im Ober- und Unterkiefer sowie am Gaumen dienen zum Festhalten und zum Transport der Beute in den Schlund. Stark pendelnde Körperbewegungen unterstützen den Schlingvorgang, insbesondere bei der Überwältigung größerer Beuteorganismen.


Feuersalamander erlangen die Geschlechtsreife mit zwei bis vier Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich von etwa April bis September mit einem klaren Schwerpunkt im Juli und findet im Gegensatz zu ihren Verwandten an Land statt. Nach der Paarung trägt das weibliche Tier etwa acht bis neun Monate die Embryonen aus (sog. intrauterine Entwicklung). Während dieser Entwicklungsphase liegen die noch von den Eihüllen umgebenen Larven in einer Flüssigkeit, die beträchtliche Mengen an Harnstoff enthält. Man nimmt an, dass die jeweilig vorherrschende Harnstoffkonzentration im Muttertier maßgeblich die Entwicklungsgeschwindigkeit der Larven mitbestimmt.Die Embryonalphase der Weibchen endet gewöhnlich im Spätherbst. Die weiblichen Tiere suchen für den Geburtsakt das Laichgewässer auf und legen dafür im Frühjahr Strecken von wenigen Metern bis zu 375 Metern zurück. Vor allem in Mittelgebirgslagen wandern die trächtigen Tiere zu Fließgewässern, um die Larven bevorzugt in fischfreien Quellbereichen abzusetzen. Zur Geburt der Larven sucht das Weibchen das Laichgewässer auf und bewegt seinen Hinterleib ins Wasser, um den Nachwuchs an geeigneten Stellen im Uferbereich abzusetzen; dies geschieht überwiegend nachts. Je nach Alter, Körpergröße und Ernährungszustand des Weibchens werden innerhalb mehrerer Tage schubweise durchschnittlich 30 Larven geboren, von wenigen bis zu 70. Die Eihüllen platzen bei der Geburt auf. Der Salamander laicht also nicht, sondern ist lebendgebärend.


Anfangs sind die Larven des Salamanders unscheinbar bräunlich gefärbt und nicht mehr als 25 bis 35 Millimeter lang. Sie haben äußere Kiemenbüschel und von Anfang an vier Beine. Der Kopf ist merklich breiter als der Rumpf und an allen vier Oberschenkeln befindet sich ein heller gelblicher Fleck. Mit zunehmendem Wachstum werden diese dunkler, während die spätere Fleckung allmählich immer deutlicher wird. nach drei bis sechs Monaten vollzieht sich dann die Metamorphose vom kiemenatmenden Wasserbewohner zum lungenatmenden.



Als besonders wichtig hat sich die Nahrungsaufnahme nach der Geburt herausgestellt. Zur Nahrung gehören Larven von Wasserinsekten; wie bei den erwachsenen Tieren gilt: was überwältigt werden, kann wird aufgenommen. Feinde der Larven sind Fische, insbesondere Forellen und Flussaale. Bei sehr günstigen Bedingungen, also bei warmem Wasser und optimalem Futterangebot, kann die Metamorphose bereits nach zwei Monaten abgeschlossen sein.


Im seichten flachen Wasser der Uferböschungen des Solinzaraflusses im Bavellatal haben wir des öfteren Salamanderlarven gesichtet.


Leider mussten wir mit ansehen, wie Urlauberkinder und Jugendliche mit ihren Käschern versuchten sie zu erhaschen (wie auch Frösche, Kröten, und deren Kaulquapen!) und sich dann damit makaber amüsierten, sogar Steine wurden auf die friedlichen Amphibien geworfen: Zwei Jungs spielten, „wer als erstes einen Froschmit einem Stein zerquetscht »! (da musste ich als Naturfreund und Schützer einfach eingreifen! Hatte nichts mit Touristenfeindlichkeit zu tun!)


Woanders stehen solche Tiere unter Naturschutz, warum also werden sie hier in ihrem natürlichen Lebensraum ohne Respekt behandelt?


… weil es leider an den Flüssen, Seen und in den Wäldern auf Korsika keine Warn – noch Informationsschilder gibt, die die Flora und die FAUNA der Insel bewahren ?

Durch die geringe Besiedlungsdichte Korsikas sind große Teile der unwegsamen Hangwälder bislang nur wenig durch den Menschen beeinflusst, so dass die dort lebenden Salamandra Corsica-Populationen noch als ungefährdet einzustufen sind. Gefahren drohen den Amphibien gelegentlich durch künstlichen Fischbesatz in den Oberläufen von Bächen und Flüssen sowie durch forstliche Maßnahmen (beispielsweise Bau von Wald- und Wanderwegen). Lokal können Gewässerverunreinigungen sowie durch Haustiere im Freilauf (Schweine, Ziegen) bedingte Bodenerosionen die Lebensräume der Salamander beeinträchtigen. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt nachweislich bis zu über 20 Jahren.

Ich selbst habe einige erwachsene Exemplare im Hinterland des Fiumaltotals in der Ampugnanigegend, der Vorregion der Castagniccia, gesichtet, und einige Jahre beobachtet, da sie sozusagen vor meiner Haustür zwischen Felsvorsprüngen nahe einem Bächlein lebten. Sie ließen sich dort nur bei Feuchtwetter sehen. Optimale Bedingungen herrschen ja bekanntlich bei etwa +10 °C, begleitet von einer hohen Luftfeuchtigkeit von 75 bis 90 Prozent und Windstille, dem sogenannten „Salamanderwetter », wie am Winterende, und spätem Herbst.


Die Castagniccia, insbesondere die Gegend um Fiumaltu-Ampugnani ist an sich eine Region der Insel mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit aufgrund seiner dichten dschungelwaldartigen Vegetation. So bleibt auch im Sommer die Vegetation von der Nachtfeuchtigkeit frisch und grün, aber es gab auch in dieser Zeit einige Trockenphasen im Sommer, in der sich „meine » Salamander in der ganzen warmen Saison über durch versteckten.
Sollten Sie eins dieser anmutigen Amphibien sichten, so darf man auf es auf keinem Falle seiner natürlichen Umgebung entfernen, oder gar mitnehmen, (so wie es oft mit den Landschildkröten und anderen Amphibien und Reptilien geschieht!!), auch wenn sie hierzulande offiziell nicht unter Naturschutz stehen, sofern sie nicht in einem Naturschuztpark leben, hat man nicht das Recht sie aus ihrer natürlichen Umgebung zu entfernen …


Anbei ein kleines Video,

ich habe leider keins mit einem Korsischen Salamander als Hauptdarsteller gefunden, aber eins mit einem seiner Verwandten …







Liebe Grüße,



Miluna




Rezepte aus Korsika: Hausgemachte Mangoldgnocchies mit Basilikumtomatensauce

Liebe BesucherInnen,

heute möchte Ihnen ein weiteres leckeres Rezept aus Urgroßmutter Anghjulas Chefhausfrauenküche vorstellen:








Hausgemachte Mangoldgnocchies mit Basilikumtomatensauce



Zutaten für den Teig:

450 g ungepellte Kartoffeln (Quellkartoffeln)

75 g frischer junger Mangold

150 g Mehl

Die Blätter eines Bundes frischen Basilikums



Zutaten für die Soße:



1 EL Olivenöl

1 mittelgroße Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 Bund frische Petersilie

4 reife frische Saucen oder Fleisch Tomaten

2 EL >Olivenöl

1 getrocknetes Lorbeerblatt

1 Glas korsischen Weißwein z.B. Gaspa Mora





Zubereitung des Gnocchiteiges

Kartoffeln mit Schale kochen, pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse geben; das entstandene Püree leicht salzen; die Mangoldblätter von ihren Stielen entfernen, waschen und in heißem Salzwasser 5 Minuten blanchieren; auf Küchenpapier abtropfen lassen, durch den Mixer jagen und unter das Kartoffelpüree mischen. Butter, das Ei und die Hälfte vom Mehl dazugeben und gut durchmischen; mit gut bemehlten Händen den Rest des Mehls unter die Masse zu einem glatten, nicht klebrigen Teig verarbeiten. Den Teig in fingerdicke lange Röllchen formen; von diesen Röllchen ca. 2-3 cm lange Stücke abschneiden; mit dem Daumen in der Mitte eindrücken.



Zubereitung der Soße:

Nun die Soße vorbereiten: die gehackten Zwiebeln in ein wenig Olivenöl ca. 5 Minuten andünsten. Basilikum hacken, Tomaten von ihren Kernen entfernen und in Würfel schneiden. Nun Basilikum, Knoblauch und Tomatenwürfel, Zucker, Salz und Pfeffer zu den gedünsteten Zwiebeln dazugeben, mit dem Wein ablöschen, das Lorbeerblatt zugeben, salzen und pfeffern und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten zu einer sämigen Soße einkochen lassen. Falls nötig, ein wenig Wasser zugeben.



Zubereitung der Gnocchi:

Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen; nun die Gnocchi ins kochende Wasser geben; die Hitze reduzieren und auf kleiner Flamme oder Stufe ca. 3 – 5 Minuten lang ziehen lassen. ab und zu umrühren; wenn sie aufsteigen und an der Oberfläche schwimmen sind sie gar. Nun mit einem Schaumlöffel ausheben, abtropfen, mit der Basilikumtomatensoße servieren und einigen Basilikumblättchen dekorieren.



Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!







Liebe Grüße,





Ihre Miluna




Besonderheiten auf Korsika: Korsikas Flora : Die Schopfige Traubenhyazinthe, „Purrione“ (Muscari comosum)



Liebe BesucherInnen,

heute möchte ich Ihnen eine außergewöhnliche Pflanze vorstellen: Die Schopfige Traubenhyazinthe (Muscari comosum).
 
Ein sehr auffallendes Gewächs auf Korsika ist die „Schopfige Traubenhyazinthe » (Muscari comosum), im Korsischen  „Purrione » genannt. Sie fällt vor allem dank ihrer amethystfarbigen Blütenstängel ins Auge und man bestaunt sie für ihre außergewöhnliche Form.

Die mediterrane Art kann man außer auf Korsika von den Kanarischen Inseln über das Mittelmeergebiet und die West-, Zentral- und Süd-Türkei bis zum Nord-Irak, Nord-Arabien, West-Syrien und Nordägypten finden. Als Standort werden Garigues, Macchien, Felsheiden, felsig-kiesige Halbtrockenrasen, Äcker, Weinberge und trockene Waldränder bevorzugt. Diese Art ist im Süden bis in Höhenlagen von 2.200 Metern zu finden.

Ihre Blütezeit ist je nach Lage von Mai bis Juni.

Die Schopfige Traubenhyazinthe ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Traubenhyazinthen (Muscari) in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die von 15 bis 70, manchmal auch bis zu 100 Zentimeter Höhe erreicht. Sie besitzt eine Zwiebel mit einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter. Gelegentlich bilden sich auch Nebenzwiebeln aus. Die Zwiebelhülle ist braun. Die Wurzeln sind dünn und höchstens einjährig. Die drei bis sechs Rosettenblätter sind etwa 10 Millimeter breit und 40 Zentimeter lang, oft gebogen und am Rand rauh. Die Blüten stehen in reichblütigen, lang gestreckten, eher lockeren traubigen Blütenständen. Am oberen Traubenende befindet sich ein auffälliger Schopf zahlreicher blauvioletter, aufwärtsgerichteter, steriler Blüten (einige Sorten bilden nur diesen Schopf aus). Darunter findet man die blassbraunen, oft etwas grünlichen, fruchtbaren Blüten. Diese sind röhrig-glockenförmig und stehen waagerecht ab.

Sie wird auch Bisamhyazinthe genannt, da sie einen bisamartigen Duft verstrahlt.
In Deutschland steht die Art unter Naturschutz, hier auf Korsika wurde und wird sie ihrer Zwiebeln wegen gesammelt: Ihre Zwiebeln sind essbar, und waren und sind unter wenigen Kennern noch eine typische Spezialität auf Korsika, wie auch in der italienischen Region Apulien (Lampascioni), wo sie zum Verzehr kultiviert wird.

Die amethystfarbenen, sterilen Blüten bilden einen Schauapparat und dienen zur Anlockung von Insekten. Früher wurde sie auch als Heilpflanze verwendet. Sie wird heute eher als Zierpflanze in Rabatten und Steingärten genutzt.

Ich als Hobbyfotografin, winde mich in allen nur möglichen und unmöglichen Positionen, um diesen Zauber der Natur in ausdrucksstarker Makroansicht abzulichten (und ich lasse sie gedeihen, da ich Gemüsezwiebeln im meinem Garten anbaue ).

Liebe Grüße,

Miluna

Mittwoch, 25. Mai 2011




Gedicht der Woche: Die Myrte Korsikas




Die Myrte Korsikas

die grüne Myrte Korsikas,
würzig duftend
im Juni’s Sonnenschein,
verziert von ihren Blüten
süß parfümiert,
weiß und rein…



Miluna Tuani

Juni 2009

Montag, 23. Mai 2011




Die Flora Korsikas: A MALMA : die Wilde Malve (Malva sylvestris)

Liebe BesucherInnen,

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe « Korsikas Flora » vorstellen:


DIE WILDE MALVE Malva sylvestris
Die Wilde Malve (Malva sylvestris), die im korsischen « Malma » (oder Malba) genannt wird, stammt ursprünglich aus Asien und Südeuropa. Heute ist sie in ganz Süd- und Mitteleuropa und natürlich auch auf Korsika weit verbreitet.
Die Wilde Malve gedeiht auf trockenen, stick- und nährstoffreichen Böden bis in Höhenlagen von 1800 Metern.
Man findet sie vor allem an Wegrändern und Zäunen, auf Ödland und in lichten Wäldern.
Sie ist eine Pflanzenart, die der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) angehört. Sie zählt zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen und wurde bereits in der Antike als Gemüse- und Heilpflanze angebaut.
Bei der Wilden Malve handelt es sich um eine überwinternde grüne, zweijährige bis ausdauernde, krautige Pflanze. Sie kann von 30 cm bis 125 cm Höhe erreichen. Sie ist mit ihrer spindelförmigen, fleischigen und tiefreichenden Pfahlwurzel fest im Erdreich verankert.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und September.

Die zwittrigen Blüten stehen meist zu zweit bis viert (selten bis zu zehnt) in Büscheln, aber sie sind auch einzeln anzufinden. Sie haben einem Durchmesser von ca. 2,5 bis 5 cm.
Die Blüten können rosaviolett sein und besitzen feine, im Farbton etwas dunklere Längsnerven, die ihnen ihre charakteristische Musterung verleihen.

Hummeln, Bienen, Schwebfliegen und Hummelschweber dienen als Bestäuber und zehren vom reichlich angebotenen Nektar.


Für verschiedene Falterarten stellt die wilde Malve die Ernährungsquelle der Falterraupen dar, so beispielsweise dem Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae, Foto 1), dem Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus frittilarius, Foto 2) und der Hellbraunen Bandeule (Noctua interjecta). Raupen spezialisierte Rüsselkäferarten wurden ebenfalls als Nutzer festgestellt.

Auch andere Insekten wie Ohrwürmer nehmen die Blüten der Wilden Malve als Schlafplatz an.
In der Pflanzenheilkunde wurden schon seit Zeiten Extrakte der Pflanze bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, aber auch bei Erkältungen und trockenem Reizhusten sowie Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs eingesetzt. Dazu verwendet man meist Blätter und Blüten der Malve. Wirksame Bestandteile der Blätter sind in erster Linie Schleimstoffe (5-12 %), die sich als schützender Film über Schleimhäute legen und so eine beruhigende Wirkung entfalten.

Heute dient die Wilde Malve u.a. auch als Zierpflanze.



Quellen und einige Fotos: u.a. Wikipedia, A MALMA, adecec Fiori di a Corsica





Liebe Grüße,

Miluna

Samstag, 21. Mai 2011




Rezepte aus Korsika: Artischocken mit Brucciu gefüllt


Liebe BesucherInnen, heute möchte Ihnen ein leckeres Rezept vorstellen, es handelt sich um gefüllte Artischocken mit Brucciu, aus Urgroßmutter Anghjulas Gemüseküche, und Urgroßvaters Ghjuseppumarias Gemüsegarten.

Dies ist ein Rezept ausgezeichnet geeignet, um es vor Ort mit den lokalen frischen Produkten vorzubereiten, wenn Sie in der Artischockensaison auf der Insel Ihren Urlaub verbringen…


Hier ein Rezept für 6 Personen:
6 junge, zarte Artischocken aus lokalem Anbau

1/2 frischen Brucciu

1 Glas korsischer Weißwein z.B. Gaspa Mora

1 Ei

1 mittelgroße Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 Bund frische Petersilie

2 reife frische Tomaten

2 EL Olivenöl

1 getrocknetes Lorbeerblatt

ein wenig Zitronensaft

Salz und Pfeffer


Zubreitungszeit: ca. 20 Minuten



Zubereitung:



Vorbereitung der Artischocken:

Die harten externen Blätter der Artischocke entfernen, dann die inneren Blätter um das Herz der Artichocke herum mit den angehenden Blütenfasern herausschneiden, sodass eine Art Nest entsteht.



Die Artischocken nun in kaltes Wasser in ein wenig Zitronensaft einlegen, damit sie nicht oxidieren (schwarz werden).



Währendessen die Füllung und die Soße vorbereiten:

Die Petersilie hacken, die Zwiebel und den Knoblauch ebenso die Tomaten waschen entkernen und in Würfel schneiden



Zubereitung der Füllung:

Das Ei schaumig schlagen und mit der gehackten Petersilie mit dem Brucciu vermischen, nach Belieben salzen und pfeffern.



Zubereitung der Soße:

Die Zwiebeln in ein wenig Olivenöl andünsten, Knoblauch und Tomatenwürfel dazugeben, mit dem Wein ablöschen, das Lorbeeblatt zugeben, salzen und pfeffern und bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten zu einer sämigen Soße einkochen lassen, wenn nötigein wenig Wasser zugeben.

Nun die Artischocken mit der Brucciu – Petersilie Mischung anfüllen, und in die Tomatensauce aufrecht einlegen und bei schwacher Hitze ca. 20 – 30 Minuten garen.


Heiß auf einem Servierteller je zwei Hälften pro Person auf ein wenig Soße servieren und mit einem Petersiliezweig dekorieren.



Auch passt dazu sehr gut Natur-oder Wildreis (als Hauptmahlzeit), aber man kann sie auch als warme Vorspeise genießen!



Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!




Liebe Grüße,

Miluna

Donnerstag, 19. Mai 2011




Gedicht der Woche: QUANDU PENSU A TE… O MAMA CORSICA …. WENN ICH AN DICH DENKE… OH, MAMA KORSIKA …

Liebe BesucherInnen, 

heute stelle ich Ihnen eins meiner Gedichte vor, dass zu der Zeit entstanden ist, als ich nur drei – bis vier Mal im Jahr auf der Insel weilte, und mich die Sehnsucht in der Zwischenzeit zerfraß… ich glaube, dass geht fast allen Korsikafans so … nicht wahr?

Liebe Grüße, 


Ihre Miluna



 



QUANDU PENSU A TE… O CORSICA ….
WENN ICH AN DICH DENKE… OH, MAMA KORSIKA …

Wenn ich an dich denke
Bilder von Dir,
mir wie ein zauberhaftes Lächeln
erscheinen…

Wenn ich an dich denke
eine kleine melancholische Melodie
im meinem Geiste widerhallt…

Wenn ich an dich denke
die Vibrationen
deiner Paghjelle,
Lamenti und Voceri
mein Herz
mit Sehnsucht erfüllen

Wenn ich an dich denke
nehme ich so nah
deine warme Brise wahr
von würzigen Düften
geschwängert
wie eine sanfte Berührung

Wenn ich an dich denke
mit geschlossenen Augen
offnen Herzen
der Seele voller Sehnsucht
herbei sehne ich mir
den Augenblick
zu dir zurückzukehren
und dich niemals mehr
zu verlassen…

Oh,  Mama Corsica …



Miluna Tuani
08/10/1990




 

Mittwoch, 18. Mai 2011




Die Fauna Korsikas: Die europäische Wildwaldkatze (Felis silvestris)

Die Europäische Wildkatze oder Waldkatze (Felis silvestris silvestris) ist auf einigen Mittelmeerinseln, darunter auch auf Korsika, angesiedelt. Ihr natürlicher Lebensraum sind die Buschwälder, die Macchien, aber auch die Strauchdickichten an den Rändern von Flüssen.

Sie zeichnet sich vor allem durch den buschigen Schwanz aus, der in einer breiten, stumpfen Rundung endet. Am Schwanzende finden sich häufig drei schwarze „Kringel ». Das Fell ist dicht, das Streifenmuster recht auffällig, aber auch oft verwaschen. Die Ohren sind mittelgroß,  abgerundet und verhaart mit dichten Puscheln wie beim Luchs. Auf den ersten Blick sieht die Europäische Wildkatze  einer groß gewachsenen getigerten Hauskatze ähnlich. Doch sie hat jedoch einen breiteren Schädel, längere Beine und ihr Schwanz ist kürzer.
Die Männchen sind mit einem durchschnittlichen Gewicht von rund 5 Kilogramm größer und kräftiger gebaut als die Weibchen, welche um 3,5 Kilogramm wiegen.
Die Waldwildkatzen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie geht des Nachts auf Pirsch um sich und ihre Familie von kleinen Säugetieren, insbesondere Nagetieren und Hasentieren zu ernähren. Gelegentlich erbeutet sie aber auch Vögel, Amphibien und Reptilien.

Von Januar bis März ist  Paarungszeit bei den Europäischen Wildkatzen.
Nach einer Tragzeit von etwa neun Wochen bringt das Weibchen zwischen März und Mai zwei bis acht Junge zur Welt. Im Alter von etwa drei Monaten beginnen die Kätzchen, mit ihrer Mutter umher zu streichen, um die verschiedenen Beutetiere und Jagdtechniken kennen zu lernen. Im Alter von etwa sechs Monaten sind die Jungkatzen selbstständig. Sie verlassen dann ihre Mutter und machen sich auf die Suche nach einem eigenen Wohngebiet.

Die Sterblichkeit unter den jugendlichen Wildkatzen ist hoch, da sie beim Durchstreifen fremden Geländes zahlreichen Gefahren ausgesetzt sind. Es kommt nicht selten vor, dass die Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Eine weitere Gefahr für die Wildkatze geht von verwilderten Hauskatzen aus, da es zur Übertragung von Haustierkrankheiten kommt.
Die Überlebenden gründen schon im nächsten Jahr ihre eigene Familie. Die Lebenserwartung liegt im Allgemeinen unter natürlichen Bedingungen bei zwölf bis fünfzehn Jahren.

Ich selbst habe leider bisher nur eine überfahrende Wildwaldkatze hier auf der Insel gesehen, aber ich habe ein Hybridenkaterchen adoptiert, dem ich ihm und seinen Nachkommen seine  eigene Story gewidmet habe.






 
Liebe Grüße, Miluna Tuani



Aber dazu eine Anekdote in einem anderen Post!

Anbei zwei wundervolle Videos aus dem Wildwaldkatzenleben (zwar nicht auf Korsika, aber troztdem sehr anschaulich!)



 

Dienstag, 17. Mai 2011




Pruverbi Corsi / Korsische Sprichwörter: Russura à la muntagna, Aqua e ventu à li calcagna







Liebe BesucherInnen,



heute möchte ich Ihnen wieder das Sprichwort der Woche vorstellen,



es ist eins der Bekanntesten aus der Rubrik « Natur und Wetter » und eins der Treffendsten noch dazu!





Russura à la muntagna, Aqua e ventu à li calcagna…



Wenn am Abend rote Wolken in den Bergen hängen, regnet es morgen, oder es kommt starker Wind auf!



Letzten Samstag hingen rote Wolken über dem Monte San Petrone und Sonntag wehte starker Wind den ganzen Tag und auch die Nacht über …



Viele liebe Grüße,



und schönes Wolkenbeobachten,



Ihre Miluna




Montag, 16. Mai 2011




Interessantes aus Korsika: die Artischocke

Liebe BesucherInnen,



Heute möchte ich Ihnen eine Gemüsepflanze vorstellen, die schon damals und heute nicht aus dem familiären Gemüsegarten auf der Insel wegzudenken ist:


Die Artischocke

Die Artischocke (Cynara cardunculus, Syn. Cynara scolymus) ist eine distelartige, kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Die körbchenförmigen Blütenstände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten Röhrenblüten.



Die frostempfindliche Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die Araber verbreiteten die Artischocke im südlichen Mittelmeergebiet.


Vor etwa 400 Jahre wurde sie im Süden Europa eingeführt.


Auch als Heilpflanze hat sich die Artischocke bewährt. Ihr wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in Säften, Tees, Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an speziellen Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt.



Die Artischocke wurde 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.



Die Pflanze benötigt im Garten etwa 1 m² Platz und bevorzugt sonnige, warme Plätze. Geerntet werden die faustgroßen Blütenköpfe, wenn sie noch geschlossen sind und die äußeren Schuppen leicht abstehen. Verpasst man diesen Zeitpunkt, zeigt sich eine große violette Blüte.



Kleinere Artischockensorten, wie sie auf Korsika angebaut werden, die überdies früh geerntet werden, können im Ganzen verzehrt werden. Die ganzen Blüten werden gebraten oder gegart. Der Geschmack der Artischocke ist feinherb bis zartbitter. Artischocken werden 20 bis 45 Minuten in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht. Die Blätter werden dann abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen. In der Regel wird dazu eine Vinaigrette gereicht. Artischockenböden werden auch eingelegt und sind unter anderem ein verbreiteter Pizzabelag.



Von Februar bis Mai kann man die Artischocken im Bund angeboten aus dem lokalem Anbau auf den Märkten erstehen, oder auch an den Strassenrändern, wo sie direkt vom Herstellern in Buden angeboten werden (z.B. nahe dem Diana und Urbinuhafen (ca. 5 km vor Ghisonaccia vom Norden aus).



Demnächst stelle ich Ihnen ein traditionelles korsisches Rezept vor: Artichocken gefüllt mit Brucciu



Liebe Grüße, Miluna









Quellen und Fotos: Wikipedia, L’Artichaut

Freitag, 13. Mai 2011




Rezepte aus Korsika: Omelette mit frischer wilder Minze



Liebe BesucherInnen,



Heute möchte ich Ihnen ein leichtes, schnelles Gericht vorstellen:


Omelette mit frischer wilder Minze


Ein Gericht, dass regelmäßig auf Landbauerns Mittagstisch gehört, zumal frische Eier aus dem Hühnerstall die Basis für dieses leckere Rezept darstellen, verfeinert mit frischer Minze aus dem Kräutergarten.
Auch bei diesem Rezept sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt…

Vorbereitung ca. 15 min



Kochzeit ca. 10 Min


Zutaten für 2 Personen (als Hauptmahlzeit =1/2),
oder für 4 Personen (als Vorspeise=1/4=):

6 frische Eier

2 mittelgroße Zwiebeln

10 Blätter frische wilde Minze

3 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer nach Belieben







Zubereitung :

Die Zwiebeln schälen und hacken.

Die Minzblätter waschen, trockentupfen und feinhacken.

Die gehackten Zwiebeln im Öl andünsten, währenddessen die Eier schaumig schlagen.

Nach belieben salzen und pfeffern



Die gehackten Minzblätter und die angedünsteten Zwiebeln zugeben und durchrühren

Ein wenig Olivenöl in der Pfanne heiß werden lassen und die Eimasse eingießen.

Das Omelette wenden wenn es von einer Seite gut durchgebraten ist, und braten bis es die gewünschte Konsistenz hat.

Halbieren (für 2 Personen, oder vierteln (für 4 Personen), mit einem Minzblättchen dekorieren und heiß mit einer leichten Salatbeilage servieren…



Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

























Liebe Grüsse,













Ihre Miluna




Riten und Bräuche auf Korsika: Die Prozession des Schwarzen Christus (U Cristu Negru) am dritten Mai



In der Nacht vom 2. zum 3 Mai 1428 hoben zwei Fischer, Camugli und Giuliani aus Terra Vecchia, einem Bezirk von Bastia, eine angeschwemmte Christstatue aus schwarzgetünchtem Holz aus dem Meer. Das schien den Bewohnern der Stadt damals wie ein Wunder, also brachten sie die Statue in die Kapelle Sainte-Croix de Bastia, wo sie seither angebetet wird: Jedes Jahr am 3. Mai wird der schwarze Christ in einer Prozession durch die alten Gassen der Stadt getragen, von den Mönchen der Ordensgemeinschaft Santa Croce, begleitet von Pilgern, Gläubigen, Fischern und Neugierigen, die von der Zitadelle bis zum alten Hafen von Bastia ziehen, wo dort dann die traditionelle Segnung des Meeres stattfindet …


Die Statue ist noch heute in der Kapelle Sainte-Croix de Bastia (rue de l’Évêché), in einer Vitrine zu bestaunen …




Miluna Tuani





Mittwoch, 11. Mai 2011




Korsikas Flora: Die Zistrose

Liebe BesucherInnen,

heute möchte ich Ihnen eine weitere Spezies aus der Reihe « Korsikas Flora » vorstellen:

Die weissliche und rosane Zistrose auf Korsika



(Muchju biancu, Muchjiu rossu)


Die Zistrose ist eine typische mediterrane Pflanze, deren östliche Verbreitungsgrenze von Norditalien über Korsika und Sardinien nach Nordafrika verläuft.


Die Zistrose (Cistus albidus corsicus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zistrosen (Cistus) der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Man findet sie in offenen Wäldern vorzugsweise auf Mergelböden und in der Macchie.



Die Macchie (ital. und kors. macchia, franz. maquis) ist eine immergrüne Gebüschformation der mediterranen Hartlaubvegetation und charakteristisch und kennzeichnend für die Insel Korsika und anderen Gebiten mit mediterranem Klima.

Der schwach aromatisch riechende, dichte Strauch der Zistrosen erreicht Wuchshöhen von 40 bis 150 cm. Die etwa 2 bis 5 cm langen Laubblätter sind von elliptischer-eiförmiger Form.



Die Blüten werden etwa 5 bis 7 cm im Durchmesser, die entweder weißlich oder im kräftigen rosa blühen.



Die fünf Kelchblätter sind breit-eiförmig und filzig behaart.



Die fünf Kronblätter sind rosarot und zerknittert.



Diese fallen rasch von der Pflanze ab bei starken Wind und Unwetter.



Die Blütezeit ist von April bis Juni.









Quellen: u.a. Wikipedia, I Friori Corsi



Fotos: Miluna Tuani




Gedicht der Woche: Morgenerwachen

Morgenerwachen
Nebel steigt empor
Tautropfen perlen langsam ab von mir
wahre Erleichterung  schaffen sie mir
Hoch reckte ich mich hinauf gegens Licht
noch klamm mein Sein
von der feuchten Morgenstille
Da, die Gesänge der meinen erwachen
aus der vergehenden Nacht
das Lied der Freude
stimmen sie alle an 
für dich unser aller Mutter
von unserem Jubel erweckt
steigst du empor 
aus dem endlosen Meer
du, die du uns deine Liebe unser Leben gibst,
oh Sonne,
ich strecke mich dir ganz entgegen,
entfalte meine Blätter und Blüten
um dein Streicheln dankbar zu empfangen …

Miluna Tuani, 14.03.1987

Dienstag, 10. Mai 2011




Pruverbi Corsi – Korsische Sprichwörter

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe « Pruverbi Corsi, korsische Sprichwörter » vorstellen:


Dieses Sprichwort stammt aus der südlichen Gegend, und ist der Reihe der « Naturbeobachtungssprichwörter » zuzuordnen…







Quandu ellu canta lu cuccu,

Wenn der Kuckkuck (im Mai, oder Juni) kuckuck ruft,

 







Muta pèlu lu singhjari, verliert das Wilschwein sein (Winter)fell

 







E la gallina faci l’ovu Senza mancu nidicali, und das Huhn legt auch ohne falsches Nest Eier…

   





E lu beccu inchjirchja i corra Chi ni pari un ginirali. 

Und die Hörner des Bocks runden sich, so dass er einem General ähnelt…

 

 



Also der Kuckuck hat schon angefangen bei mir hier in den Bergen zu kuckucken…leider habe ich keine Hühner oder Schafe, und das Wildschwein lässt sich hier nur selten sehen, um die Wahrheit dieses Sprichwortes zu überprüfen ….



Liebe Grüße,



Miluna

Samstag, 7. Mai 2011




Rezept der Woche: Fritelle aus Esskastanienmehl mit Brucciu

 Liebe BesucherInnen,


heute möchte ich Ihnen ein Rezept vorstellen, welches so alt ist, wie auch die Herstellung und Verarbeitung des Esskastanienmehls an sich: Die Fritelle sind Esskastanienmehlkrapfen mit Brucciu, die in der Esskastanien(mehl)saison nicht von der alltäglichen Tafel wegzudenken waren. Der vollkornige Geschmack des Esskastanienmehls vermischt sich mit dem leichten süßen Brucciu zu einer besonderen Gaumenfreude.
Heutzutage sind die Fritelle zu einer Spezialität geworden, die man sich zu besonderen Anlässen schmecken lässt…

Zutaten für ca. 15 Krapfen:

200 g Esskastanienmehl

100 g frischen Brucciu
1 Ei
1 Prise Salz
Fritieröl
Wasser
Zubreitung:
Aus dem Mehl, dem Ei, Wasser und Salz einen lockeren  elastischen Teig herstellen

Den Brucciu in Würfel schneiden und vorsichtig unterheben



Das Öl erhitzen und einen vollen Esslöffel Teig mit je einem Brucciuwürfel ins Öl einlegen und aufgehen lassen, dann die Wärmezufuhr  sofort herunterschalten und den Teig von beiden Seiten braun und knusprig braten.

Mit einem Schaumlöffel herausheben, und auf Absorbierpapier gut abtropfen lassen.

So weiterverfahren bis der Teig aufgebraucht ist.

Warm servieren und geniessen!



Guten Appetit und viel Spass beim Nachkochen!



Liebe Grüße aus Korsika,



Ihre Miluna

Donnerstag, 5. Mai 2011




Gedicht der Woche: Armer alter Kastanienbaum




Armer alter Kastanienbaum,

Wie alt magst du nur sein,
Wieviel hast du in deinem Leben gesehen,
Freude und Pein?
Wieviel, Frühlinge, Sommer, Herbste und Winter,
Sind an dir vorbeigegangen,

Wieviel, Unwetter, Trockenzeiten, Regenplagen,

hast du überstanden,

Wieviel Blitze haben in dich getroffen,

haben dich ausgehöhlt,  und verformt,

doch nichts konnte dich bisher erschlagen,

doch da kommen die Menschen an,

mit ihren aufbrausenden Sägen,

in Schnelle haben sie dich gefällt,

dein Lebenssaft

auf den laubbedeckten Boden quellt,

sie zerlegen dich in unendliche Stücke,

als Brennholz wirst du enden,
oh armer alter Kastanienbaum,

das hast du nicht verdient…





Miluna Tuani

22/01/2010





Sprichwort des Monats Mai

Liebe BesucherInnen,

heute möchte ich Ihnen das Sprichwort des Monats Mai vorstellen:

Original:
Maghjiu ride, da rosule è chiarasge bracanate






Übersetzung:

Der Wonnemonat Mai lässt die Rosen blühen, und die Kirschen reifen…






Einen schönen sonnigen, wonnigen Monat Mai,

Herzliche Grüsse,

Ihre Miluna


Hier ein Lied von Canta, dass auch u.a. den Wonnemonat Mai beschreibt:
Maghjiu sente la ghjinestra…

Im Mai duftet es nach Ginster, der überall an den Hängen goldgelb blüht…



Mittwoch, 4. Mai 2011




« Wie Sisyphos am Bergrand schwitzend… » – « Lasst fahren dahin … » by Miluna Tuani



Heute möchte ich Ihnen einen Ausschnitt aus meinem Roman « Lasst fahren dahin » vorstellen, mit dem Titel: « Wie Sisyphos am Bergrand schwitzend… »
Aus dem Klappentext:

Ariana, eine junge Frau hat alles hinter sich gelassen und ist von Deutschland nach Korsika ausgewandert…
Dieser Ausschitt aus meinem Roman « Lasst fahren dahin » erzählt von ihrem beschwerlichen Weg, sich auf dieser Insel ihrer Träume, die sie mehr als alles andere liebt, zu integrieren:

So beginnt für sie ein scheinbar nicht endender Leidensweg, denn von Luft und Liebe allein kann man nicht leben…



Wer interessiert ist, kann auf Bookrix.de weiterlesen!



http://www.bookrix.de/_title-de-miluna-tuani-wie-sisyphos-am-bergrand-schwitzend





Liebe Grüße,



Ihre Miluna